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Schloss und Park Belvedere legte man um 1730 auf der Eichenleite - einem Höhenzug südöstlich von Weimar (Thür.) - im Auftrage Herzog Ernst August an; die Orangerie wurde wenig später (um 1750) fertiggestellt.
Von 1756 bis 1900 war Belvedere regelmäßige Sommerresidenz und Hofhaltung des weimarischen Fürstenhauses.
Die Parkanlage von Belvedere wurde (nach dem Entfernen der das Schloss umgebenden Kabinettsgärten) in ihren Grundzügen zwischen 1815 bis 1824 angelegt, ebenso der Irrgarten und das "Heckentheater". Seine heute bewunderte Gestaltung erhielt der Park im wesentlichen durch die Überarbeitung nach Vorschlägen des Fürsten Pückler-Muskau zwischen 1842 und 1850.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist das Schlossgebäude für den Besucherverkehr wieder geöffnet. In der Ausstellung des Rokoko Museums können Gläser, Porzellan, Fayencen und Jagdwaffen des späten 17. und 18. Jahrhunderts bewundert werden.
Die um 1750 erbaute Orangerie beherbergt immer noch exotische Pflanzen, die, im Sommer ins Freie gestellt, für ein mediterraneses Flair sorgen. Ein Teil des Gebäudekomplexes dient als Ausstellungsraum für Kutschen, Jagdwagen und Reisecoupés des 18. und 19. Jahrhunderts aus dem ehemaligen großherzoglichen Fuhrpark.