Schokolade

Schokolade (benannt nach dem aztekischen Gott Xocolatl) ist ein kakaohaltigeshaltiges Lebens- und Genussmittel. Es wird als Grundstoff in reiner Form genossen, und als Halbfertigprodukt weiterverarbeitet.

Herstellung

Geröstete Kakaobohnen werden gemahlen und mit Kakaobutter und Zucker vermischt. Diese Rohmasse wird nun in speziellen Behältern (Conche) gerührt oder gewalzt und erwärmt. (Conchiert). Bei hochwertigen Schokoladen geschieht dies in flachen, wannenförmigen Behältern mit hin- und herpendelnden Walzen. Dieser Prozess dauert bis zu 90 Stunden. Bei einfacherer Schokolade wird dieser Prozess auf nur wenige Stunden verkürzt. Danach werden die übrigen Zutaten beigegeben.

Minderwertige Schokolade enthält teilweise oder vollständig andere Pflanzenfette anstelle von Kakaobutter. In der EU sind in der seit dem 1. September 2003 geltenden Direktive als Pflanzenfett allerdings nur nicht-laurische Fette von einigen tropischen Pflanzen neben Kakaobutter erlaubt, und dies auch nur bis maximal 5 %. Bei den erlaubten Ölsorten handelt es sich unter anderem um Illipe, Palmöl, Sal, Shea, Kokum gurgi und Mangokern.

Schokoladen-Sorten

Es gibt eine Vielzahl verschieder Sorten und Qualitäten, Formen und Geschmacksrichtungen. Unterscheiden kann man zwischen Bitterschokolade, Milchschokolade und weißer Schokolade. Reine Schokoladen-Grundmasse wird als Kuvertüre bezeichnet und gehandelt.

In Bitterschokolade sind lediglich Zucker, Kakaobutter, Kakaomasse, Emulgatoren sowie in geringen Spuren Milchfett enthalten. Milchschokolade enthält zusätzlich Milchpulver und Milchfett. In weißer Schokolade ist keine Kakaomasse enthalten.

Geschichte

Ursprünglich stammt die Schokolade von den Azteken. Sie vermischten kaltes Wasser und Kakaogriess mit einem Holzquirl und nannten dieses Getränk Xocolatl. Es wurde 1528 von den spanischen Eroberern nach Europa gebracht. Da es sehr teuer war konnten es sich zunächst nur reiche Adlige leisten. Seit 1820 wird Schokolade in Europa fabrikmäßig hergestellt, u.a. von den schweizer Firmen Suchard (1824), Lindt und Tobler (1830). Engländer und Schweizer streiten sich noch heute darüber, wer die erste Tafel Schokolade hergestellt hat.

Schokolade und Haustiere

Das Theobromin in der Schokolade kann für Hunde und Pferde tödlich sein, da ihr Stoffwechsel es nicht abbauen kann. Wenn diese Tiere Schokolade essen, bleibt das Theobromin während 20 Stunden in ihrem Blutkreislauf und kann zu Epileptischen Anfällen, Herzinfarkt, Innere Blutung und schliesslich zum Tode führen. Ein Hund, der Schokolade zu sich genommen hat, sollte innerhalb von 2 Stunden nach der Einnahme zum Erbrechen und zum Tierarzt gebracht werden.

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