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Auch die Schulmedizin kennt Moden und unbewiesene Lehrmeinungen. Es findet jedoch ein langsamer Prozeß der Verbesserung statt, der zu diagnostischen und therapeutischen Methoden führt, die für jedermann nachprüfbare Ergebnisse aufweisen.
Ein neuer Begriff der ähnliches meint und sich vor allem auf statistische Erkenntnisse stützt ist die Evidenzbasierte Medizin.
Die Schulmedizin sollte eigentlich nur Medikamente und Behandlungsmethoden mit nachgewiesener Wirksamkeit anwenden. Sie umfasst einen Großteil des Wissens- und Erfahrungsschatzes der Medizin der westlichen Hemisphere, der sich in vielen Jahrhunderten, vor allem aber in den letzten 200 Jahren angesammelt hat. Die schulmedizinischen Regeln sind nicht starr, sondern werden durch neue Entdeckungen, Entwicklungen, Untersuchungen, diagnostische Methoden oder durch die Einführung neuer Medikamente und Heilmethoden verändert und dem Stand des Wissens angepasst. Dieser Anpassungsprozeß ist oft mühsam und langsam. Kostendruck, der Zwang zur statistischen Nachprüfbarkeit und Dokumentation, die internationale Erfahrungsaustausch, das Auftreten neuer Krankheiten und auch der wissenschaftliche Ehrgeiz bringen aber immer wieder Bewegung in das vermeintlich fest zementierte "Schulgebäude".
Zwei sehr angesehene medizinische Zeitschriften, die sich ganz der Schulmedizin verpflichtet fühlen sind der Lancet und das New England Journal of Medicine NEJM.
In den meisten Krankenhäusern wird Schulmedizin betrieben. Die meisten Kassenärzte betreiben Schulmedizin, da die gesetzlichen Krankenkassen oft nur schulmedizinische Methoden bezahlen.
Einige Krankenhäuser und eine Reihe von Kassenärzten bieten mittlerweile auch alternative Medizin an, da dies von den Patienten stark nachgefragt wird und man damit Geld verdienen kann.
Nichtmedikamentöse Behandlungsmethoden, die von der Schulmedizin akzeptiert werden.