Schweizer Armee

Die Schweizer Armee (ch-dt: Schweizerische Armee; fr: Armée Suisse; it: Esercito Svizzero; rät: Armada Svizra; engl: Swiss Armed Forces) ist die bewaffnete Streitmacht der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie besteht aus den Teilstreitkräften Heer und Luftwaffe.

Mit der Reform Armee XXI wird sie auf eine Mannschaftsstärke von ca. 200'000 Angehörigen reduziert. Davon sind 120'000 in aktive Verbände und 80'000 in Reserve-Einheiten eingeteilt. Im Verlaufe eines Jahres werden ca. 20'000 junge Schweizer in Rekrutenschulen von neu 21 Wochen Dauer ausgebildet. Frauen steht neuerdings jede Einteilungsfunktion offen - auch in Kampftruppen.

Die Besonderheit der schweizerischen Streitkräfte ist ihr Milizsystem. Es gibt insgesamt nur etwa 5% Berufs- und Zeitsoldaten. Alle übrigen Angehörigen der Armee sind Wehrpflichtige im Alter zwischen 18 und 34 Jahren, in speziellen Fällen bis 50 Jahren.

Da die Schweiz ein Binnenland ist, verfügt die Armee über keine Marine. Auf den grenzüberschreitenden Seen sind militärische Schnellboote im Einsatz (Motorbootkompanie).

Der Auftrag der Schweizer Armee ist in der Bundesverfassung festgelegt.

Raumsicherung und Verteidigung ist der eigentliche Kernauftrag der Armee. Es geht dabei um die Behauptung des Territoriums der Schweiz.

Subsidiäre Einsätze bilden den Hauptanteil der Einsätze der Armee. Seit November 2002 ist diese Verwendung zu einem Hauptauftrag geworden. Bei Naturkatastrophen kann die Armee Katastrophenhilfebataillone aufbieten.

Friedensförderung ist ein für die Schweiz als Depositarstaat der Genfer Abkommen wichtiger, personell aber sehr kleiner Bereich. In diesem Bereich stellt die Schweiz der UNO Militärbeobachter zur Verfügung. Die einzige bewaffnete Einheit im Ausland ist seit 1999 die Swisscoy.

siehe auch: Dienstgrade in der Schweizer Armee



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