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Man unterscheidet ferner zwischen einer natürlichen Sedisvakans durch das Ableben des Papstes und einer außerordentlichen Sedisvakans, die bedeutet dass der gerade amtierende "Papst" nicht wirklich Papst ist.
Sedisvakantismus heute
Der Sedisvakantismus zu Ende des 20. und Beginn des 21. Jahrhunderts ist im wesentlichen in traditionalistischen katholischenen Kreisen verbreitet. Nach Auffassung der Sedisvakantisten gibt es in der Kirche zur Zeit eine (außerordentliche) Sedisvakanz. Hinsichtlich des Beginns der Sedisvakanz gibt es bei den Sedisvakantisten mehrere unterschiedliche Meinungen, genannt werden beispielsweise der Beginn des Pontifikats Paul des VI oder der Beginn des Pontifikats Johannes Paul des II. Inhaltlich wird die Auffassung meist mit schwerwiegender theologischer Kritik begründet. In diesem Zusammenhang lehnen bestimmte Gruppen die Liturgiereform und das 2. Vatikanische Konzil ab. Bekannte Sedisvakantisten sind Eberhard Heller, Herausgeber der Zeitschrift "Einsicht" und der Priester Günther Storck. Der Sedisvakantismus führte zur Ausrufung der Gegenpäste Gregor XVII (Clemente Domiguez y Gomez) und Pius XIII (Lucian Pulvermacher) und zur Gründung der Palmarianisch-Katholische Kirche.