Ein Segelflugzeug ist ein für motorloses Fliegen (Steigen im Aufwind bzw. Gleiten mit geringem Höhenverlust) konstruiertes Luftfahrzeug.
Um fliegen zu können, muss es Höhe in Flugstrecke umwandeln.
Im Prinzip kann man aber jedes Flugzeug als Segelflugzeug verwenden
(was in Notfällen auch gelegentlich gemacht wird).
Auch die Raumfähre Space Shuttle landet als Segelflugzeug.
Landendes Segelflugzeug vom Typ Schempp-Hirth Discus
Im engeren Sinne bezeichnet man nur Flugzeuge als Segelflugzeuge, bei denen ein besonders gutes Verhältnis zwischen verbrauchter Höhe und zurückgelegter Strecke besteht. Moderne Segelflugzeuge haben eine Gleitzahl von 40 oder mehr, das heißt, sie können bei 1000 m Höhenverlust 40.000 m (40 km) weit fliegen. Hochleistungssegelflugzeuge erreichen zur Zeit Gleitzahlen von 50 bis 60.
Um Höhe zu gewinnen, gibt es sechs Möglichkeiten:
- Start im Flugzeugschlepp
- Start an einer Seilwinde für Segelflugzeuge
- Dynamischen Segelflug (wird noch nicht praktiziert, entspricht dem Albatrosflug)
- Fliegen in Hang-Aufwinden (man steigt bis ca. 500m max. ü. Grund)
- Kreisen in thermischen Aufwinden (Thermik, man steigt bis zu 3000m max ü.G.)
- Fliegen in sog. Leewellen (bis 10000 m ü.G.)
- Autoschlepp: Früher angewandt
- Gummiseilstart: Ebenfalls früher angewendet /vereinzelt noch heute, da sogar billiger als Windenschlepp.
Segelflugzeuge gibt es in verschiedenen Ausführungen:
- Sie können aus Holz, in Gemischtbauweise (Stahlrohr+Holz), Ganzmetall oder aus Faserverbundwerkstoffen hergestellt sein.
- Sie können ein- oder zweisitzig sein.
- Sie können mit einem Hilfsmotor ausgerüstet sein - dann werden sie als Motorsegler bezeichnet.
Beim Segelfliegen gibt es nationale und internationale Wettbewerbe in den Disziplinen Strecken-Segelflug und Segel-Kunstflug.
Siehe auch:
Hanggleiter Paraglider Ultraleicht; Aerodynamik Gleitzahl, Außenlandung.