Sehenswürdigkeiten Prags

Prag blieb im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen weitgehend verschont, entsprechend schön ist das Stadtbild.

Die Baustile in Prag sind sehr vielfältig. Man findet Romanische, Gotische, Renaissance, Barocke, Rokoko, Klassizistische, Empire und Jugendstil Gebäude, Kirchen, Türme oder andere Bauwerke und Artefakte.

Table of contents
1 Hradschin
2 Strahov
3 Altstadt
4 Josefstadt
5 Kleinseite
6 Neustadt
7 Wyschehrad
8 Weißer Berg
9 Břevnov
10 Troja
11 Smíchov
12 Weitere Sehenswürdigkeiten

Hradschin

{| border="0" |- |Die wichtigste Sehenswürdigkeit bildet die Burg Hradschin (Hradčany). Innerhalb der Burg befindet sich unter anderem der Veitsdom mit der Königsgruft, die Goldenen Gasse, der Königspalast und die St. Georgs Basilika (sv. Jiři) mit den Türmen Adam und Eva. Die Burg ist über die Alten Schlosstreppen, die Neuen Schlosstreppen und die Neuruder Gasse mit der Kleinseite verbunden. Im zweiten Burghof steht die Heilig-Kreuz Kapelle. Diese ist im barocken Stil gestaltet. Sie beherbergte einst den Domschatz. Dieser besteht unter anderem aus wertvollen kirchlichen Utensilien. Außerdem befindet sich im zweiten Burghof die Burggalerie. Dort sind Werke von berühmten Künstlern wie Rubens, Tizian und anderen zu finden.

Das Belvedere oder Lustschloss der Königin Anna (Letohrádek Královny Anny) im Baustil der Renaissance wurde zwischen 1538 und 1560 in der östlichen Ecke des Königlichen Gartes von Kaiser Ferdinand I errichtet. Vor dem Schloss steht der von Tomas Jaros zwischen 1564 und 1568 errichtete bronzene Singende Brunnen. | |- |}

Strahov

Das Strahov Kloster (Strahovský klášter) gegründet 1140 gehört zu den ältesten Prämonstratenserkloster der Welt. Sowohl Feuer, die Hussitenkriege, weitere religiöse Kriege als auch die Zeiten des Sozialismus haben das Kloster nicht zerstören können. Zum Kloster gehört eine Kirche, eine Bibliothek und ein Kreuzgang.

Altstadt

Der sich inmitten der Altstadt befindende Altstädter Ring (Staroměstské náměstí) ist einer der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Prag.

Der Pulverturm (Prašná brána) aus der spätgotischen Epoche wurde zu Ehren des Königs Vladislav II von Matthias Rejsek erbaut. Mit den Bauarbeiten, die 1475 begannen, wurde der aus dem Ende des 13. Jahrhunderts stammende Torturm ersetzt. Er war wichtiger Bestandteil der Stadtbefestigung von der Prager Altstadt. Kultur- und Gesellschaftszentrum Prags ist von 1906 bis 1911 im Jugendstil errichtete Repräsentationshaus oder Gemeindehaus (Obecní Dům).

Josefstadt

In der Nähe des Altstadter Rings an der Pariser Strasse befindet sich Josefstadt oder Judenviertel mit Friedhof und romanischer Synagoge. Es bildete eine eigenständige Verwaltungseinheit.

Kleinseite

Die im Jahre 1257 unterhalb der Burg gegründete zweite Prager Stadt, die Kleinseite, hat einen von der Altstadt deutlich abweichenden Charakter. Sie wurde nach zwei verheerenden Bränden die Stadt der Reichen und des Adels, wovon prunkvolle Paläste und Kirchen bis heute zeugen. Sehenswert sind die Hungermauer, die Kampa und die Christuskirche mit einem Christuskind, welches jeden Tag im Jahr neue Kleider trägt.

Das Lobkowicz Palais, in dem heute die Deutsche Botschaft untergebracht ist, schrieb als Zufluchtsort von Flüchtlingen aus der DDR gesamtdeutsche Geschichte.

Die St. Nikolaus Kirche, geschaffen von Kilian Ignaz Dientzenhofer und seinem Schwiegersohn Anselmo Lurago, ist eine wunderschöne Barockkirche mit sehenswerten Deckenfresken (Perspektivmalerei).

Maria unter der Kette (Kostel Panny Marie pod Řetězem), eine etwas Abseits der üblichen Touristenwegen gelegene Kirche. Stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde ursprünglich gebaut für die Ritter des Malteser Ordens. Der romanische Stil sollte ersetzt werden durch einen kompletten spätgotischen Neubau, doch zu Zeiten der Hussitenkriegen brannte sie 1420 nieder. Das untere Mauerwerk steht bis heute noch, was bis heute im Kreuzgang zu sehen ist. Der Rest der Kirche wurde im 17. Jahrhundert im barocken Stil neu erbaut.

Neustadt

Der Karlsplatz liegt im Herzen der Prager Neustadt. Dort steht auch das Neustädter Rathaus Schauplatz des ersten Prager Fenstersturzes. Das ursprünglich gotische Gebäude wurde im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance umgebaut. Das Nationaltheater (Národní Divadlo) wurde in den Jahren 1868 bis 1881 mit Hilfe von Spenden der ganzen Nation im Stile der Neorenaissance errichtet. Die Baupläne von Josef Zitek wurden in ein architektonisch eindrucksvolles Gebäude mit zahlreichen Statuen an der Fassade umgesetzt. Nach einem Feuer in den ersten Jahr seiner Existenz, wurde es von dem Architekten Josef Schulz im Jahre 1883 wieder aufgebaut.

Die Kirche Maria Schnee (Panny Marie Sněžné), sollte den Veitsdom mit einer Länge von 100 m übertreffen. Doch aufgrund der Hussitenkriege wurden nur die Bauarbeiten am Chor beendet. Heute dient dieser als Kirche, die mit 33 m die höchste Kirche in Prag ist. Eine beliebte, ehemals typisch Prager Brauerei und Restaurant ist U Fleků. Heutzutage fahren dort Reisebusse (überwiegend deutsche) vor, um mit dem dunklen Bier, deftigen Speisen und tschechischer Blasmusik abgefertigt zu werden.

Wyschehrad

Auf einem Hügel über der Moldau liegt Wyschehrad (Vyšehrad) ursprünglich Chrasten genannt. Die Jahrhunderte überdauert hat lediglich die romanische St. Martins Rotunde aus dem 11. Jahrhundert. Die gotische St. Peter- und Paulskirche sowie der Friedhof sind jüngeren Alters. Bedeutender Persönlichkeiten des tschechischen Volkes liegen auf diesem Friedhof begraben.

Weißer Berg

Der auf dem Weißen Berg 1530 von Kaiser Ferdinand I angelegte Park diente ehemals als Wildgehege. Zur Erleichterung der Jagt wurde zwischen 1541 und 1563 eine Mauer um den Park errichtet. In dem Park steht auch das Schloss Stern (Letohrádek Hvězda) welches von 1555 bis 1558 als Jagdschloss des Kaisers Erherzog Ferdinand von Tirol errichtet wurde. Den Grundriss bildet ein sechszackiger Stern. Einige Architekten darunter auch Bonifaz Wolmut entwarfen den zweigeschossigen Bau. Den Strahlen entsprechend ist dieser im innneren in sechs Räume unterteilt. Ihre inneren Spitzen stoßen auf den zentralen zwölfeckigen Saal. Die einzelnen Räume sind durch schmale, auf das Zentrum zulaufende Gänge verbunden.

Auf dem Weißen Berg fand am 8. November 1620 die 1. entscheidende Schlacht des Dreißigjährigen Krieges statt. Am Ort der Schlacht wurde eine Kapelle und 1704 bis 1714 eine Barocke Marienkirche errichtet.

Břevnov

Troja

Smíchov

Weitere Sehenswürdigkeiten

Brücken

Die Gesamtzahl der Brücken in Prag ist 180, davon 13 große Moldaubrücken. Von ihnen ist die längste Brücke die Lieben Brücke (Libeňský most) mit 1341 m länge und 21 m breite. Die historisch wertvollste und älteste Brücke ist die Karlsbrücke (Karlův most).

Plätze und Straßen

Gebäude

Kultur

Museen

Eindrucksvoll sind auch die zahlreiche Bauten und Bauensembles aus der Epoche des
Jugendstil.





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