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Traurige Berühmtheit erlangten die Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze zwischen BRD und DDR. Zahlreiche sog. Grenzverletzer, im allgemeinen DDR-Bürger bei Fluchtversuchen, wurden von den Selbstschussanlagen verletzt oder getötet. Die DDR hatte lange bestritten, Selbstschusssplitterminen aufgestellt zu haben.
"Die Splitterwirkung an den beschossenen Wildarten: Reh-, Schwarz und Federwild lässt den sicheren Schluss zu, dass durch SM-70 geschädigte Grenzverletzer tödliche bzw. so schwere Verletzungen aufweisen, dass sie nicht mehr in der Lage sind, den Sperrzaun zu überwinden."
Siehe auch: Michael Gartenschläger (baute heimlich aktive Anlagen ab)
Die Selbstschussanlage SM-70 an der innerdeutschen Grenze
"Die SM-70 ist eine Mine mit richtungsgebundener Wirkung unter Teilausnutzung des kumulativen Effektes.
Der Minenkörper besteht aus einem kegelförmigen Blechmantel mit eingesetztem Presskörper TNT. Zwischen den Wandungen sind Splitter (ca.110) Stahlwürfel eingebracht.
Nach erfolgter Detonation breitet sich eine kegelförmige Splittersäule aus, deren Mittelachse richtungsgleich zu der vor der Detonation bestehenden Körperachse der Mine verläuft.
Die kinetische Energie der Splittermine reicht aus, um mit Sicherheit Personen unschädlich zu machen, die versuchen , den Sperrbereich der SM-70 zu durchbrechen.
Die Auslösung der SM-70 erfolgt auf mechanisch-elektrischem Wege. Bei Belastung bzw. Zerschneiden des Spanndrahtes wird ein Signal- und Zündstromkreis geschlossen.
Im Verlauf der Truppenerprobung hat sich der mit SM-70 ausgebaute Sperrzaun als wirksame Grenzsicherungsanlage erwiesen."
(Zit. aus der Kollegiumsvorlage Nr. 23/71 des Ministeriums für Nationale Verteidigung)
(Zit. aus dem Teilbericht über die taktische Erprobung der Splittermine vom 17.8.1971 (VVS-Nr. G/079675))