Silberchlorid

Silberchlorid (auch: Silber(I)-Chlorid), kann zwar als das Silbersalz der Salzsäure HCl aufgefasst werden, da es schwerlöslich ist, entsteht es jedoch nicht durch Auflösen von Silber in Salzsäure, sondern bildet sich aus wasserlöslichen Silberverbindungen wie Silbernitrat und Chlorid-Ionen.

Table of contents
1 Eigenschaften
2 Vorkommen
3 Verwendung

Eigenschaften

Silberchlorid ist eine farblose, mikrokristalline, lichtempfindliche Substanz mit dem Schmelzpunkt von 455°C und einem Siedepunkt von 1550°C. In Wasser und Salpetersäure ist Silberchlorid praktisch unlöslich, es löst sich aber sehr leicht unter Komplexbildung in Ammoniak-, Natriumthiosulfat und Kaliumcyanidlösungen, dabei bildet sich, [Ag(NH3)2]+, [Ag[S2O3)2]3- und [Ag(CN)2]-. Das Kristallgitter von Silberchlorid (ebenso wie das von Silberflourid AgF und Silberbromid AgBr, aber nicht Silberiodid AgI) entspricht dem Koschsalzgitter.

Vorkommen

Silberchlorid kommt in der Natur als das Mineral Hornsilber vor.

Verwendung

Im Labor wird die Bestimmung des Silbergehaltes von Proben gewichtsanalytisch (gravimetrisch) oder maßanalytisch (titrimetrisch) wegen der hohen Wasserunlöslichkeit über die Ausfällung von Silberchlorid durchgeführt.

Silberchlorid wird für weniger empfindliche fotografische Filme, Platten und Papiere eingesetzt., im Normalfall wird jedoch das chemisch ähnliche, aber lichtempfindlichere Silberbromid AgBr verwendet.



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