Sirius

Der Sirius, auch Hundsstern, Aschere oder Canicula genannt, ist der hellste Stern am Nachthimmel und Hauptstern der Sternbildes des großen Hundes. Der große Hund stellt wohl ursprünglich den schakalköpfigen altägyptischen Gott Anubis dar. Weitere Namen von Sirius sind . In der Astronomie trägt er die Bayer-Bezeichnung α Canis Maioris oder kurz α CMa.

Der Name Sirius selbst stammt entweder vom altägyptischen Gott Osiris, von der griechischen Sirene, oder vom griechischen Wort seirios, der Verbrennende. Falls letzteres zutrifft, wäre die Bedeutung der Hundstage die, dass man glaubte, Sonne und Sirius würden im (Hoch-)Sommer zusammenwirken.

Der Sirius kann von jeder bewohnten Gegend der Erde betrachtet werden und hat eine scheinbare Helligkeit von -1,46m. Mit nur 8,6 Lichtjahren Entfernung ist er auch einer der nächsten Sterne und hat deshalb eine relativ große Eigenbewegung von 1,3 Bogensekunde im Jahr. Sirius ist ein Hauptreihenstern vom Spektraltyp A0 oder A1. Seine Masse ist etwa 2,4-mal(*) so groß wie die der Sonne, sein Durchmesser etwa 1,8-mal und seine Leuchtkraft 26-mal so groß. Seine Oberflächentemperatur liegt bei etwa 10000°K, was einer der Gründe für seine große Helligkeit ist.

Sirius ist ein Doppelsternsystem. Obwohl anhand von Taumelbewegungen von Sirius schon früher vermutet, wurde der Begleitstern durch den großen Helligkeitsunterschied und den geringen Abstand von maximal 11,4 Bogensekunden erst 1862 von Alvan Clark (Sohn eines Teleskopbauers) entdeckt. Gegenüber der helleren Komponente Sirius A hat der Begleitstern Sirius B eine scheinbaren Helligkeit von 8,5m und ist ein weißer Zwerg. Dies wurde jedoch 1923 erkannt, als sich herausstellte daß obwohl Sirius B fast so schwer war wie die Sonne und eine höhere Oberflächentemperatur hatte (25000°K), er wegen seiner geringen Größe eine so geringe Helligkeit besitzt. Sirius B besitzt etwa 0,94* Sonnenmassen, ist dabei aber kleiner als Neptun. Er war der erste Weiße Zwerg, der entdeckt wurde und umkreist Sirius A einmal in knapp 50* Jahren. Der Abstand beider Sterne (großen Halbachse) beträgt etwa 4 Mrd. km, wobei die Exzentrizität der Bahn mit 0,58 recht hoch ist.

Es existieren verschiedene Theorien, daß Sirius noch einen oder zwei weitere Begleitsterne haben könnte (Sirius BC und D). Obwohl diese in manchen Sternkatalogen schon auftauchen, ist ein direkter Beweis bisher noch nicht erbracht.

Viele Kulturen haben dem Sirius eine besondere Bedeutung beigemessen. Er wurde schon im alten Ägypten als Sothis angebetet, und viele altägyptische Tempel wurden so ausgerichtet, dass sein Licht auf den Altar im Inneren fallen konnte. Im alten Ägypten fiel der heliakische Aufgang, d. h. die erste morgendliche Sichtbarkeit des Sirius, nachdem er zuvor vom Abendhimmel hinter der Sonne verschwand, mit dem Beginn der Nilflut zusammen, und war daher für den Alltag wie auch für die Religion von überragender Bedeutung; in der Zeitrechnung war das Sothisjahr gebräuchlich.

Siehe auch: Hundstage

(*) laut neuesten Messungen hat Sirius A eine Masse von 2,02 und Sirius B von 1,00 Sonnenmassen und ihre Umlaufzeit beträgt 50,178 Jahre



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