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Unter Softwareergonomie versteht man die Beschäftigung mit der Ergonomie von Programmen, dies bedeutet, psychologische Aspekte beim Entwurf eines Programmes zu berücksichtigen, um so eine optimale Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Verfügung zu stellen.
Als grobe Anforderungen an ergonomische Programme und deren Entwicklung gelten:
Beispiele anhand einer Textverarbeitung:
Konsistenz der Benutzerführung: Die Suchfunktion und die Suchen- und Ersetzenfunktion sind gleich aufgebaut. Der Benutzer erkennt die Eingabe wieder und kann sein Wissen aus der jeweils anderen Funktion wieder verwenden.
Ständige Verfügbarkeit: Die Rechtschreibprüfung des Programms läuft im Hintergrund ab. Beim Tippen merkt der Benutzer keine Verzögerung. Seine Arbeit wird nicht unterbrochen.
Intuitivität der Benutzerführung: Die Ersetzenfunktion wird im gleichen Menü wie die Suchenfunktion untergebracht. Intuitiv weiß der Benutzer über die Ähnlichkeit der Funktionen und sucht diese in dem gleichen Menü.
Automatisierung sich wiederholender Aufgaben: Bei der Suchen- und Ersetzenfunktion kann der Benutzer jede Ersetzung einzeln bestätigen oder er kann automatisiert alle auf einmal ersetzen.
Umgehende Rückmeldung an den Benutzer: Der Benutzer speichert und die Speicherung schlug fehl. Der Benutzer wird umgehend davon benachrichtigt (Fehlermeldung mit Bestätigung). Ebenso wird er über eine erfolgreiche Speicherung informiert (nur eine kurzer Text in der Statuszeile). Speicherung benachrichtigt
Selbsterklärungsfähigkeit: Bei der Rechtschreibprüfung werden die falschen Wörter mit einer roten Wellenlinie und am rechten Rand des Dokuments mit einem Strich markiert. Diese Markierungen sind noch aus der Schule bekannt.
Anpassbar an individuelle Bedürfnisse: Die letzten 3 geladenen Dateien sollen im Menü zusätzlich angezeigt werden, damit der Benutzer schnell auf seine zuletzt bearbeiteten Dateien zugreifen kann. Der Benutzer kann aber mehr als drei Dateien immer in Bearbeitung haben, so soll diese Anzahl auf seine individuelle Anzahl einstellbar sein.
Internationalisierbar: Entsprechend der Schriftrichtung (Arabisch - Deutsch) soll der Benutzer bestimmen können, wie er schreiben möchte.
Fehler verzeihend: Der Benutzer hat leider ein falsches Wort ersetzt. Er kann den ganzen Ersetzungsvorgang rückgängig machen.
Freundlichkeit: Der Benutzer möchte ein Wort ersetzen. Dieses Wort kommt aber im gesamten Text nicht vor. Der Benutzer wird freundlich auf die Situation aufmerksam gemacht "Das zu ersetzende Wort ist im Text nicht vorhanden." und nicht unfreundlich "Wort falsch".
Erwartungskonform: Der Benutzer drückt bei der Suchen- und Ersetzenfunktion auf "Alle ersetzen". Er erwartet, dass nur sein Suchwort ersetzt wird und nicht alle Wörter.