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Je nach Besetzung wird unterschieden in
Charakteristikum des zweiten Satzes ist die langsame Bewegung (nur ausnahmsweise vertauschen der langsame Satz und das gleich zu besprechende Scherzo ihren Platz). Seine Form kann eine sehr verschiedenartige sein. Ist er wie der erste mit zwei kontrastierenden Themen ausgestattet, so ist das bewegtere das zweite; die Reprise und Durchführung fallen weg, dagegen erscheint gern das Hauptthema dreimal, meist mit immer gesteigerter Figuration. Oft begnügt sich der Tonsetzer mit der dreiteiligen Liedform, d. h. der Ordnung A-B-A. Sehr beliebt ist auch die Variationenform für den zweiten Satz. Die Tonart des zweiten Satzes ist meist die der Subdominante oder der Mollparallele.
Der dritte Satz bringt Menuett oder Scherzo, gewöhnlich wieder in der Haupt- oder einer eng verwandten Tonart. In frühen Sonaten fehlt Menuett oder Scherzo gänzlich, so dass man gleich vom zweiten zum letzten Satz, dem Finale, gelangt.
Der vierte Satz, das Finale, steht bei durchschnittlich schneller Bewegung immer in der Haupttonart, verwandelt sie aber nicht selten aus Moll in Dur. Seine Form ist entweder die Sonatenhauptsatzform, zum Teil ohne Reprise, aber mit Durchführung, oder eine weit ausgesponnene Rondoform mit mehr als zwei meist kurzen Themen. In seltenen Fällen läuft er in eine Fuge aus.
Geschichte
Sonata ("Klingstück") war in den Anfängen der selbstständigen Instrumentalmusik gegen Ende des 15. Jahrhunderts eine allgemeine Bezeichnung für Instrumentalstücke ohne bestimmtes Formschema im Gegensatz zur Cantata ("Singstück").
Sie wurde zunächst von Giovanni Croce (1580) und Andrea Gabrieli, dessen "Sonate a 5 istromenti" (1586) leider verschollen ist, verwendet. Von seinem Neffen Giovanni Gabrieli sind einige Sonaten erhalten (1597 und 1615). Diese ältesten Sonaten sind Stücke für mehrere Instrumente (Violinen, Violen, Zinken und Posaunen), und ihr Schwerpunkt liegt in der Entfaltung harmonischer Fülle. Ihre praktische Bestimmung war die, einem kirchlichen Gesangswerk als Einleitung vorausgeschickt zu werden, die Sonate tritt in der Folge (völlig gleichbedeutend mit der Sinfonia) als Einleitung einer Kantate auf.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann man die
Die Übertragung des Namens Sonate auf Klavierwerke ähnlicher Gestaltung ist das Werk Johann Kuhnaus. Eine Vollendung der Form der Sonate, namentlich ihres charakteristischen ersten Satzes (siehe oben), erfolgte durch Domenico Scarlatti, Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven.
Die Form der Sonate wurde durch Haydn, Mozart und Beethoven auf die Komposition für verschiedene Ensembles (Violine und Klavier, Klavier, Violine und Cello, Streichtrio, Streichquartett etc.) und für Orchester (Symphonie) übertragen. Nach Beethoven haben die Form der Sonate Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann sowie Johannes Brahms, Joachim Raff, Anton Rubinstein, I. Rheinberger und Robert Volkmann behandelt.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage 1888/89.