Sonnenwende (Botanik)

Sonnenwende, bot. Heliotropium, ist eine Gattung aus der Familie der Boretschgewächse (Boraginaceae) und der Unterfamilie Heliotropioideae mit ca. 250 - 300 Arten. Ihr botanischer Name ist gleichbedeutend mit dem deutschen: helios ist griechisch für "Sonne" und tropein heißt "wenden". Der Name entstammt der Eigenart der Pflanze, ihre Blätter mit der Sonne zu drehen.

Table of contents
1 Beschreibung
2 Verbreitungsgebiet
3 Vermehrung
4 Verwendung

Beschreibung

Die starkwüchsige Pflanze wird zwischen 30 und 80 cm hoch und 100 cm breit, an ihren holzigen Stängeln führt sie bis zu 8 cm große, breit oval bis lanzettförmige, dunkelgrüne, fein behaarte Blätter mit deutlich sichtbaren Blattadern. Vom Frühsommer an erscheinen bis weit in den Herbst kleine Blüten in dichten, 5 bis 10 cm großen Dolden.

Verbreitungsgebiet

Die Gattung ist weltweit in allen wärmeren Regionen verbreitet. Sie ist nicht winterhart und bevorzugt vollsonnige, nicht zu humose, windgeschützte Standorte, die gut drainiert sind.

Die einzige in Deutschland beheimatete Art, die Europäische Sonnenwende, wird als "stark gefährdet" auf der Roten Liste geführt.

Vermehrung

Neben der Vermehrung aus Saatgut lässt sich die Sonnenwende leicht durch Stecklinge vermehren.

Verwendung

Heliotropen (insbesondere Heliotropium arborescens) sind beliebte Beet- und Balkonpflanzen. Eine andere Verwendung ist nicht bekannt. In der antiken und mittelalterlichen Lehre sowie der Volksmedizin galten sie als Heilkraut, von dieser Verwendung ist jedoch abzuraten, da die Pflanze Alkaloide enthält, die Lebergifte sind.



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