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Das Territorium der UdSSR umfasste mit 22,4 Millionen Quadratkilometern fast ein Sechstel des Festlandes der Erde. In West-Ost-Richtung erstreckte es sich vom Schwarzen Meer und der Ostsee bis zum Pazifischen Ozean über fast 10.000 Kilometer. Von Norden nach Süden hatte es eine Ausdehnung von fast 5000 Kilometern. Die Sowjetunion umfasste 11 der 24 Zeitzonen der Erde.
Nach Stand der Volkszählung von 1988 hatte die Sowjetunion in 15 Unionsrepubliken 286.717.000 Einwohner. Die RSFSR (Russische Sozialistische Föderalistische Sowjetrepublik) war sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig die bei weitem größte Unionsrepublik und auch in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht dominierend.
Im Kalten Krieg stand die Sowjetunion den USA gegenüber. Ihr Auftreten als vor allem militärische Weltmacht konnte ihre verheerende ökonomische Situation aber schließlich nicht mehr verbergen. Die Politik Michail Gorbatschows, des letzten Generalsekretärs der KPdSU, die mit Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) zunächst nur auf die wirtschaftliche Stärkung und Stabilisierung abzielte, führte letztlich zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Im Jahr 1991 erklärten die baltischen Unionsrepubliken als erste ihre Unabhängigkeit. Die zentralasiatischen und kaukasischen Republiken sowie Moldawien folgten ihrem Beispiel. Am 8. Dezember 1991 beschlossen die Staatsoberhäupter der drei letzten in der Union verbliebenen Republiken - der russischen, ukrainischen und weißrussischen - die offizielle Auflösung der Sowjetunion und gründeten gleichzeitig die Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS.
Parteichefs der Bolschewiki (1903-1918), der Kommunistischen Partei Russlands (1918-1925) bzw. der Kommunistischen Partei der Sowjetunion/ KPdSU (1925-1991), der eigentliche Staatsführer, waren: