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In der Wissenschaftssoziologie werden mit Sozialkonstruktivismus die von Karin Knorr-Cetina und Bruno Latour eingeführte Idee bezeichnet, dass auch scheinbar objektive naturwissenschaftliche Tatsachen tatsächlich das Ergebnis von Prozessen der sozialen Konstruktion sind, und abhängig von der sozialen Situation des Labors, der Forschungseinrichtung etc.
Sozialkonstruktivismus kann als postmoderne Denkrichtung gesehen werden. Von einigen wird die so genannte Sokal-Affäre nicht nur als Argument gegen postmoderne Tendenzen in der Wissenschaft insgesamt angeführt, sondern auch als Gegenargument gegen Sozialkonstruktivismus; es wird davon gesprochen, dass damit demonstriert wurde, dass auch Sozialkonstruktivismus sozial konstruiert sei. Dies ist allerdings in Bezug auf Sozialkonstruktivismus eine Binsenweisheit: natürlich sind auch die Begriffe, Methoden usw. des Sozialkonstruktivismus das Ergebnis sozialer Konstruktionsprozesse.
Siehe auch: Epistemologie, Radikaler Konstruktivismus, Konstruktivismus, Ethnomethodologie, Phänomenologie, Symbolischer Interaktionismus, Wissenssoziologie