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Die Zugfestigkeit von Beton ist relativ gering, unter Zug bricht Beton leicht. Da bei vielen Verformungen, z.B. Biegung oder Torsion, auch an einigen Stellen Zugkräfte auftreten, ist reiner Beton für viele Anwendungen ungeeignet. Eine besondere Form des Stahlbetons ist der Spannbeton, bei dem Stahlkabel vor dem Aushärten des Betons unter Zugspannung gesetzt (gedehnt) werden. Nach dem Aushärten sorgt die Spannung für eine dauerhafte Druckbelastung des Betons, so dass Spannbeton noch größeren Zugkräften widerstehen kann. Viele freitragende Bauten wie Brücken sind aus Spannbeton hergestellt.
Stahl und Beton haben den gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten, sie dehnen sich also bei Erwärmung gleich stark aus, so dass es nicht zu Spannungen im Material kommt. Beton ist alkalisch und verhindert deshalb, dass der Stahl rostet.
Der Stahlbeton wurde im 19. Jahrhundert von Joseph Monier, einem französischen Gärtner erfunden, der Pflanzkübel aus Zementmörtel mit einem Eisengeflecht verstärkte, damit sie nicht so leicht zerbrachen. 1867 erhielt er darauf ein Patent. Bis heute heißen die verwendeten Eisenteile Moniereisen. Ältere Bezeichnungen für Stahlbeton sind Eisenbeton und Monierbeton.