Das Steinhuder Meer ist ein Binnensee in Niedersachsen. Er liegt in der Nähe der Städte Hannover, Wunstorf, Neustadt am Rübenberge und Stadthagen. Seine Größe beträgt 29,12 km², in seiner Mitte befindet sich die künstliche Insel Wilhelmstein. Erbaut als vierstrahlige tenaillierte Inselfestung durch Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777), beherbergte sie ursprünglich eine Militärschule, die zu ihren Schülern den nachmaligen preußischen General und Heeresreformer Scharnhorst zählte. Rund um die Hauptinsel wurden weitere 15 Außenwerke errichtet, auf denen Werkstätten, Magazine, Studienräume und sogar ein Versuchsgarten eingerichtet wurden. Diese Außenwerke bestehen heute nicht mehr, sie wurden durch Verfüllung der Zwischenräume in die Hauptinsel integriert.
Der Wilhelmstein galt trotz seiner geringen Ausdehnung als Mittelpunkt des Kleinstaates Schaumburg-Lippe und wurde lange Zeit als verspielter Einfall eines Fürsten angesehen.
Später diente der Wilhelmstein zeitweilig als Staatsgefängnis der Fürsten zu Schaumburg-Lippe. Die Zitadelle ist heute ein Museum, in dem Planmaterial, Waffen und andere Dinge aus der Geschichte des Wilhelmstein gezeigt werden.
Eine kulinarische Spezialität des Steinhuder Meeres ist der "Steinhuder Räucheraal". Westlich des Sees befindet sich das alte Kloster Loccum. Zwischen dem See und Neustadt am Rübenberge befinden sich ausgedehnte Torfmoore.
Siehe auch Liste von Festungen