Stenografie

Stenografie bzw. Stenographie oder Kurzschrift ist eine Schrift, die so schnell schreibbar ist, dass mit ihr in normalem Tempo gesprochene Sprache mitgeschrieben werden kann. Ein in Kurzschrift verfasstes Schriftstück heißt Stenogramm. Ein Schreiber der professionell diese Schrift schreibt ist ein Stenograph (z.Bsp. Parlaments- oder Gerichtsstenographen)

Kurzschriftsysteme waren schon bei den antiken Griechen und Römern bekannt (Tironische Noten).

Heute verwendete Kurzschriftsysteme (es gibt mehrere) bestehen aus den Teilzügen der gewöhnlichen Schrift, einigen sinnbildlichen Bezeichnungen - meistens der Selbstlaute - Sigeln, d.h. festen Kürzungen für häufige Silben und Wörter und in der höchsten Stufe Kürzungsgesetzen, die sich auf Sprache und Denken gründen. In Deutschland wird in der Regel die sog. Deutsche Einheitskurzschrift (1924/1925 entstanden) verwendet, in der Schweiz gibt man dem System Stolze-Schrey den Vorzug.

Ab dem Beginn der Industrialisierung war das Beherrschen der Kurzschrift wesentliche Hauptaufgabe von Sekretärinnen, die Diktate für Briefe etc. in Kurzschrift aufzunehmen und dann mit der Schreibmaschine abzuschreiben hatten. Mit dem Aufkommen der Diktaphone und später der Personal-Computer und der damit einhergehenden Entwicklung, dass Briefe nicht mehr diktiert, sondern gleich selbst geschrieben werden, verliert sich die Wichtigkeit der Kurzschrift zunehmend.

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