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Stettin (polnisch Szczecin Aussprache etwa wie "Schetschin"), ist eine wichtige Hafenstadt in Polen an der Oder mit 419.000 Einwohnern. Stettin ist Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern. Stettin beherbergt mehrere Hochschulen, Universitäten und einen katholischen Bischofsitz.
| Table of contents |
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2 Geschichte 3 Religion 4 Sehenswürdigkeiten 5 Personen (geb. in Stettin) 6 Literatur 7 Weblinks |
Wirtschaft und Verkehr
Der Seehafen an der Odermündung in das Stettiner Haff ist für die gesamte polnische Wirtschaft wichtig - der Hafen Stettin - Swinemünde ist der größte Seehafen des Landes. Hinzu kommt eine große Bedeutung als Werftenstandort. Ferner hat Stettin eine große Verkehrsbedeutung als grenznahe Stadt zu Deutschland und - über Fährverbindungen - zu Nordeuropa.
Geschichte
Historisch war Stettin die Hauptstadt des unabhängigen Pommernss. Außerdem war Stettin eine wichtige Hansestadt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg starb die in Pommern herrschende Gryfiten-Dynastie aus und Stettin kam - nach einem kurzen dänischen Intermezzo an Schweden. Die schwedische Herrschaft endete 1720, als Stettin preußisch wurde. Dies blieb Stettin bis zum 2. Weltkrieg mit Unterbrechung in den Napoleonischen Kriegen. Im 2. Weltkrieg wurde Stettin schwer zerstört.
Stettin wurde nach 1945 (zusammen mit Swinemünde auf Usedom) unter polnische Verwaltung gestellt, obwohl es westlich der Oder-Neiße-Grenze liegt und obwohl bereits zunächst eine deutsche kommunistische Verwaltung gegründet worden war. Die Ursache für die Abtretung an Polen begründete Stalin damit, dass Stettin ein wichtiger Hafen für Polen sei, ohne den die Kohlevorkommen Schlesiens nicht nutzbar seien. Schlesien ist über die Oder direkt mit Stettin verbunden, welches den Umschlagplatz darstellte.
Die scheinbar nachträgliche Zwangsübergabe an Polen (tatsächlich plante Stalin schon mindestens seit der Konferenz von Teheran mit Stettin für Polen) führte bis in die 80er Jahre inoffiziell zu Spannungen mit der DDR, so versuchte die DDR z.B. teilweise erfolgreich die Fahrrinne des Stettiner Hafens als DDR-Hoheitsgewässer anerkennen zu lassen, so dass dort keine polnischen Baggerschiffe mehr eingesetzt werden konnten. Ohne Baggerarbeiten war es aber unmöglich, dass dort größere Schiffe verkehren konnten und die DDR hatte praktisch die Kontrolle über den Hafen Stettins. Ende der 80er Jahre verzichtete die DDR überraschend auf alle Ansprüche.
Heute ist es die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Westpommern, welche weitgehend das historische Hinterpommern umfasst.
Religion
Die Einwohner Stettins, so wie ganz Pommerns wurden mit der Reformation fast ausschliesslich evangelisch. Die Eintragungen über Taufen, Eheschließungen und Todesfälle der evangelischen Kirchenmitglieder in Stettin sind seit 1603 vorhanden und wurden nach 1920 von der LDS-Kirche (Mormonen) aufgezeichnet (siehe Weblinks unten).
Da die polnischen Bewohner, die inzwischen fast ausschließlich die Einwohnerschaft der Stadt stellen, mehrheitlich dem katholischen Glauben angehören, wurde 1972 ein katholisches Bistum mit Sitz in Stettin eingerichtet.
Sehenswürdigkeiten
Personen (geb. in Stettin)
Literatur
Weblinks