Symbiose bezeichnet das Zusammenleben verschiedener Arten zum gegenseitigen Vorteil.
Insbesondere früher, aber auch heute noch, vor allem im amerikanischen Sprachgebrauch, wird unter Symbiose jede Art von Wechselwirkung verschiedener Arten verstanden, auch Parasitismus.
Die Symbiose als Gemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil wird dann als Mutualismus bezeichnet.
Bei der im deutschen Sprachgebrauch üblichen Bedeutung, kann man Symbiose in drei Arten unterteilen:
- Protokooperation/Allianz: Die lockerste Beziehung zwischen zwei Arten
- Mutualismus: Engere Beziehung, beide Arten sind aber getrennt noch lebensfähig. Seeanemonen leben oft auf dem Schneckenhaus von Einsiedlerkrebsen, wobei der Krebs von den giftigen Nesseln der Seeanemone geschützt wird und die Seeanemone von Nahrungsresten des Krebses profitiert.
- Eusymbiose: Bei der Eusymbiose sind die Partner alleine nicht mehr lebensfähig. So kultivieren Blattschneiderameisen in ihrem Bau Pilze, von denen sie sich ernähren, die Pilze wiederum können sich ohne die Ameisen nicht mehr vermehren.
Eine spezielle Form der Symbiose ist die Endosymbiose, wobei einer der Partner im Inneren des anderen lebt.
Beispiele dafür sind die Colibakterien im menschlichen Darm oder einzellige Algen, die in Korallenstöcken leben.
Weitere Beispiele:
- Bestäubung von Blütenpflanzen durch Insekten, wobei die Insekten Nektar als Nahrung erhalten.
- Transport von Pflanzensamen in Früchten durch Tiere, wobei Tiere die Früchte fressen und die Samen an einem anderem Ort wieder ausscheiden
- Flechten bestehen aus Algen und Pilzen, wobei die Algen durch Photosynthese Kohlenhydrate produzieren, die von den Pilzen aufgenommen werden, während die Pilze den Algen Wasser und Nährsalze liefern.
- Ameisen beschützen Blattläuse, wobei sie im Gegenzug von diesen Zuckerwasser erhalten