Tausendfüßer

{| border="1" cellspacing="0" style="float:right;margin-left:0.5em" ! align="center" bgcolor="#ffc0c0" |Tausendfüßer |- |- ! align="center" bgcolor="#ffc0c0" | Systematik |- | {| border="0" |- | Unterabteilung: || Bilateria |- | Stammgruppe: || Urmünder (Protostomia) |- | Überstamm: || Häutungstiere (Ecdysozoa) |- | Stamm: || Gliederfüßer (Arthropoda) |- | Unterstamm: || Tracheentiere (Tracheata) |- | Überklasse: || Tausendfüßer (Myriapoda) |} |- ! align="center" bgcolor="#ffc0c0" | Klassen |- |

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Die Tausendfüßer (Myriapoda) bilden eine Überklasse von Gliederfüßern (Arthropoda) und werden zu den Tracheentieren (Tracheata) gerechnet. Zu den Tausendfüßern gehören eine Reihe entwicklungsgeschichtlich sehr alter Arten. Wie die Insekten (Insecta) sind sie Tracheenatmer.

Die Tausendfüßer tragen ein Paar Antennen am Kopf, ihr Rumpf besteht aus Segmenten, die ersten drei Segmente weisen jeweils ein Laufbeinpaare auf, alle weiteren jeweils zwei Laufbeinpaare. Im Gegensatz dazu tragen die Hundertfüßer, mit Ausnahme des Ersten und der letzten drei Segmente nur je ein Laufbeinpaar. Tiere dieser Gruppen haben eine hohe bodenbiologische Bedeutung. Einige Tausendfüßer, wie z. B. der Saftkugler (Glomeris marginata), besitzen die Fähigkeit sich bei Gefahr einzurollen und ein stark riechendes, zum Teil Blausäure-haltiges Sekret abzugeben.

Ein oft anzutreffender Vertreter ist der Tüpfeltausendfuß (Blanjulus guttulatus). Dieser legt im Frühjahr und im Sommer seine Eier in kleine Bodenhohlräume ab. Die Larven besitzen zur Zeit des Schlüpfens nur wenige Körpersegmente. Nach jedem Entwicklungsstadium, dass mit einer Häutung abschliesst, besitzt er mehr Segmente. Der Tüpfeltausendfuß ist etwa nach einem Jahr ausgewachsen und voll entwickelt. der T. ist nachtaktiv, tagsüber hält er sich in feuchten dunklen Verstecken wie z.B. Laub und Mulch auf. Er ernährt sich vor allem von verwesenden organischen Substanzen, so ist er ein gerne gesehener Gast in jedem Komposthaufen. Auch wenn er sich manchmal durch Fraßlöcher an verschiedenen Pflanzen unbeliebt macht, ist er jedoch ein wichtiger Nützling.



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