Tee

Tee (südchinesisch t'e) ist ein Heißgetränk, das aus Pflanzenteilen (Blättern, Knospen, Blütenn, Stengeln, ...), die mit heißem Wasser übergossen werden, zubereitet wird.

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Grüner, weißer und schwarzer Tee werden aus denselben Pflanzen (Teepflanzen Thea sinensis und Thea assamica) gewonnen, wobei beim grünen Tee der Fermentationsprozess durch kurzzeitiges Erhitzen der Teepflanze verhindert wird. Sowohl grüner als auch schwarzer Tee werden in Asien produziert.

Table of contents
1 Verwendung und Herkunft
2 Herstellung
3 Teezubereitung und Teegenuss
4 Teekonsum
5 Kurzes Teeglossar
6 Weblinks

Verwendung und Herkunft

Der Grüne Tee hat in Asien eine starke kulturelle Verankerung, auch verbunden mit religiösen Riten. Je nach Gebiet wird grüner Tee unterschiedlich zubereitet und konsumiert. Überall werden dafür aber spezielles Geschirr und andere Utensilien verwendet. Für den optimalen Geschmack ist auch die Wasserqualität sowie die Wassertemperatur (60-95 °C, je nach Tee) maßgebend.

Bekannte Teeanbaugebiete, nach denen auch die dort produzierten Sorten benannt sind, sind

Vor allem in Europa wird Tee oft mit zusätzlichen Stoffen aromatisiert, einer der ältesten aromatisierten Tees ist der mit Bergamotte verfeinerte Earl Grey. Die Zugabe von Milch fällt Kalziumoxalat als schwerlösliches Salz aus und verringert die Gefahr von Nierensteinbildung.

Herstellung

Tee wird bis zu dreimal jährlich geerntet: im Frühling (first flush), im Sommer (second flush) und im Herbst (autumnal). Der Zeitpunkt der Pflückung beeinflusst Farbe und Geschmack des Tees. Das Teepflücken ist ein Handwerk, das beträchtliche Erfahrung erfordert und meistens von Frauen ausgeübt wird. Bei Spitzentees wird jeweils nur die Knospe jeden Triebes mit zwei Blättern geernet (Als Merksatz gilt:two leafs and a bud). Maschinelle Ernteverfahren kommen nur zur Erzeugung von billigstem Tee zum Einsatz.

Tee wird traditionellerweise auf vier verschiedene Arten hergestellt, das wesentliche Merkmal ist dabei der Grad der Fermentation:

Teezubereitung und Teegenuss

  1. Frisches Wasser zum Kochen bringen, weiches Wasser ist besser als hartes, aber man sollte das Teewasser nicht noch besonders aufbereiten müssen, frisches Quellwasser genügt!
  2. Großvolumige Teekanne mit Deckel mit kochendem Wasser gut vorwärmen. Am besten benutzt man Teegeschirr aus gutem Porzellan. Die Teekanne nie in der Spülmaschine reinigen und, wie das gesamte Teegeschirr, nie für etwas anderes als für den Tee selbst verwenden. Selbst Kräutertee in einem anderem Geschirr aufbereiten.
  3. Tee ist besonders stark aromaempfindlich. Deshalb sollten die Teeblätter immer in trockenen und geschlossenen Behältern dunkel, trocken und kühl aufbewahrt werden, so hält der Tee auch sehr lange frisch.
  4. Vorsicht vor der Nähe zu allen anderen Gewürzen, Aromen und Küchengerüchen. Auch der aufsteigende Dampf vom Herd oder Spülbecken schadet dem Teearoma. Bereits beim Einkauf sollte man auch den originalverpackten Tee z.B. von Wasch- und Putzmitteln bereits gut trennen.
  5. Pro Portion einen Teelöffel Teeblätter in ein Teesieb geben.
  6. Teewasser soll nur kurz aufkochen und sofort aufgegossen werden, Schwarztees immer mit kochendem Wasser aufgiessen, bei Grüntees sollte das Wasser nicht mehr kochen etwa 80°C Temperatur sind ausreichend.
  7. Drei bis fünf Minuten ziehen lassen - bei drei Minuten wirkt der Tee und sein Koffein (früher auch noch Teein genannt) aufmunternd.
  8. Tee sofort genießen, denn Tee kann man nur schlecht warmhalten, egal was man auch dafür tut, der abgestandene Tee schmeckt einfach nicht mehr so gut. Lieber nur weniger Tee aufs Mal zubereiten, jedoch immer wieder frisch.
  9. Zucker, Milch, Rahm, Zitrone nach persönlichem Geschmack hinzufügen. Kandiszucker oder brauner Rohrzucker gelten als besonders geeignet. Nach Wunsch auch Zitronensaft oder mit frischer Milch oder Sahne (Rahm) hinzufügen. Ungeeignet sind H-Milch, Kondensmilch und Kaffeerahm.
  10. Teebeutel sind zwar praktisch, aber kein wirklicher Ersatz für den guten, aromatischen, offenen Tee.
  11. Instantteess bestehen meist zum größten Teil aus Zucker und haben mit Tee nur sehr wenig Verwandtschaft, daher auch Vorsicht bei Kindern (wegen Kariesgefahr).
  12. Eistee wird als Erfrischungsgetränk immer beliebter, kann auch selbstgemacht werden, sonst gilt dieselbe Vorsicht, wie beim Instanttee.
  13. Nicht alles was sich Tee nennt, ist wirklich auch ein Tee, Früchtetee und Kräutertee, so fein sie auch alle sein mögen, sie sind und bleiben nur Teeähnliche Aufgussgetränke.
  14. Alkohol (Rum) im Tee ist gut vielleicht zur späten Stunde in der Skihütte, doch ein wirklich guter Tee braucht auch nur wenig Zugaben.

Wasserqualität ist beim Tee entscheidend für den Geschamck. Ein Auftritt des Wilhelemshavener Teehändlers Bakker bei der Fernsehshow Wetten dass blieb der Fernsehnation unvergessen. Bakker konnte nicht seine Wette gewinnen, da ihm sein Wasser im Zug gestohlen worden war, dies wurde zu Unrecht als Ausrede gesehen. In Regionen mit sehr kalkreichem Wasser bildet sich auf Tee ein Film und der Geschmack ist minderwertig.

Teekonsum

In Europa trinken die Engländer wohl am meisten Tee, die Teezeit am Nachmittag (Tea Time) ist immer noch eine Feier. International liegt Großbritannien allerdings nur auf Platz 7 im Pro-Kopf-Verbrauch. Den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland haben die Ostfriesen mit stolzen 2500g pro Jahr, gegenüber rund 250g für ganz Deutschland.

Den größten Teeverbrauch pro Kopf auf der ganzen Welt hat allerdings Paraguay. Der durchnittliche Bewohner von Paraguay hatte 1998 einen Verbrauch von 11,7 kg Tee pro Jahr, was 14,6 Tassen pro Bewohner und Tag entspricht.

Den höchsten absoluten Teeverbrauch hat Indien, gefolgt von China. Mit 640.000 t (Indien) bzw. 466.000 t (China) erscheint der Konsum in Großbritannien (146.000 t) und Paraguay (61.000 t) gering zu sein. Diese haben allerdings auch wesentlich weniger Einwohner.

Tee ist bis heute ein Volksgetränk, Genuss und Medizin. Er hat auch Politik und Geschichte gemacht (Bostoner Tea Party). Teetrinken ist ein großes Stück unserer Kulturgeschichte und hat unser Leben, die christliche Seefahrt und auch die Wirtschaft und den Handel stark mitgeprägt.

Kurzes Teeglossar

Die im Schwarztee und insbesondere im Grünen Tee enthaltenen Polyphenole und Fluoride senken das Kariesrisiko erheblich.

Weblinks


siehe auch: Teestube, Teezeremonie





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