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Daneben gibt es auch eine Chinesische Teezeremonie.
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2 Chinesische Teezeremonie |
Japanische Teezeremonie
Ablauf
Auch wenn es Jahrzehnte dauert, bis ein Teemeister die Teezeremonie beherrscht, so kann man sie auch als interessierter Laie zuhause durchführen. Eine gute Anleitung gibt es hier.
Im Folgenden wird im Groben der Ablauf einer formalen Teezeremonie skizziert. Der Ablauf ist vereinfacht und spart außerdem die Vor- und Nachbereitungsphasen aus (in denen z.B. nach der Einladung ein kurzer Vorbesuch (zenrei) erfolgt).
Unter Prinz Shotoku (572-622 n.Chr.) durchlief Japan eine Phase, in der viele neue kulturelle Werte von China übernommen wurden. Japaner reisten nach China um dort den Buddhismus zu studieren, bei ihrer Rückkehr brachten sie unter anderem auch den Tee mit nach Japan. Das Teetrinken wurde aber nur langsam populär, vom 10.-12. Jahrhundert geriet die Praxis fast vollständig in Vergessenheit, bis der Gründer der Rinzai-Schule in Japan Eisai (1141-1215) nach dem Studium des Zen-Buddhisums in China versuchte, den Tee in Japan als Hilfsmittel zur Verbreitung des Zen zu verwenden.
Bis 1400 hatte sich das Teetrinken schließlich von der Oberschicht über die Samurai-Kaste bis hin zu den Bürgern verbreitet. Es folgten Phasen, in denen sich sowohl besonders prunkvolle Formen der Teezeremonie als auch Gegenbewegungen -- die eine besonders schlichte Form der Teezusammenkunft (soan cha, Grashüttentee; bzw. wabi cha, Tee des stillen Geschmacks) propagierten -- herausbildeten.
Während der Meiji-Periode verlor die Sekishu Schule, welche die Meinung vertrat, in der Teezeremonie müsse sich die soziale Struktur Japans widerspiegeln, schließlich an Einfluss, da sie zu sehr mit dem alten Feudalsystem in Zusammenhang gebracht wurde und kaum Unterstützung aus der Bevölkerung erfuhr. Die seit jeher egalitären, das wabi cha vertretenden Senke Schulen gewannen hingegen an Einfluss, die drei Senke Schulen zählen heute zu den größten in Japan.
In der westlichen Welt trug 1906 Tenshin Okakura mit der Veröffentlichung des Buches The Book of Tea in den USA zum Bekanntwerden des Teerituals bei.
Bezeichnung
Die japanische Bezeichnung für die Teezeremonie wird mit zwei Kanji geschrieben:
(chanoyu), was wörtlich übersetzt einfach heißes Wasser für Tee bedeutet.Manche Anhänger des chadō halten die oft gewählten Übersetzungen Teezeremonie (bzw. tea ceremony im Englischen) oder Teeritual für Fehlübersetzungen. Sie argumentieren, die wortgetreue Bedeutung sei Teeweg, auch gehe es bei chadō nicht um das Vollziehen einer Zeremonie oder eines Rituals sondern um einen Lebensweg. (Siehe hierzu auch: Soshitsu Sen in einem (englischen) Interview).
Häufig wird folgende Anekdote zur Erklärung des Wesens des Teeweges genannt:
Wesen und Prinzipien des Teewegs
Als die vier Grundprinzipien gelten wa (Harmonie), kei (Respekt), sei (Reinheit) und jaku (Ruhe).
(Antworten des Meisters nach dem Muster "dann werde ich dein Schüler" sind in Zen Geschichten nicht unüblich. Siehe auch: Zen-Koans)
Quelle
(Siehe hierzu auch: Teeweg.de - eine umfassende Seite mit vielen Hintergrundinformationen über den Teeweg).