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Aus Kostengesichtspunkten, also vom Standpunkt der Effektivität, hat sich der Telefonverkauf zwischen dem enorm aufwändigen Außendienstverkauf bzw. der Unterhaltung von Ladengeschäften einerseits und dem Versenden von Printwerbung zur Erzielung eines Vertragsabschlusses andererseits etabliert.
Mittels sog. Callcenter werden Unternehmen gezielt angesprochen und Vertriebsvorgänge von vorbereitenden Auskünften zum Bedarf bis hin zum komplexen Vertragsabschluss (mit Signatur per Telefax) abgewickelt. Heute sind Telefonverkäufer ebenso häufig in den dem eigentlichen Verkaufsprozess vor- oder nachgelagerten Tätigkeiten eingesetzt wie im Abschlussgeschäft. Die auch Callcenteragent genannten Verkäufer sind in der Reklamationsbearbeitung eingesetzt, vereinbaren Außendiensttermine, klären Nachbestellungen oder versuchen, abtrünnige Kunden von einer Stornierung abzubringen.
Fachlich unterscheidet man hierbei zwischen Inbound- und Outboundcallcenter, also zwischen der Bearbeitung ankommender Telefonate (vor allem im Service) und der Bearbeitung von aktiver Kundenwerbung (vor allem Akquisition).
Die Ansprache von Privatpersonen ist in Deutschland auf diese Weise unzulässig, wird jedoch praktisch umgangen, indem der Unternehmer vorgetäuschte Meinungs- und/oder Marktforschungsumfragen konstruiert, in deren Verlauf ein Verkäufertermin unter dem Vorwand der Übergabe eines "Dankeschön-Präsentes" vereinbart wird. Eine weitere, oft genutzte Methode zur Überwindung von Vorbehalten von Unternehmenskunden, sind Einladungen zu kostenlosen Produktpräsentationen oder Hausmessen des Anbieters. Nicht zuletzt werden häufig Methoden zur Überrumpelung der Sekretärin angewendet, wie z.B. der Vorwand, eine dringende private Nachricht von einer Klinik weitergeben zu müssen. Dem irritierten Chef wird dann gesagt, man habe "Akademie" gesagt und rufe deswegen so schnell zurück, weil der Prospekt, den man verschickt habe, eine falsche Rückrufnummer enthalten habe.
siehe auch: Distributionspolitik