Thermikkraftwerk

Ein Thermikkraftwerk ist eine Anlage in der mittels künstlicher Luftströmung über den Umweg von mechanischer Kraft Energie gewonnen wird. Die Idee für ein derartiges Kraftwerks stammt von dem populärwissenschaftlichen Autor Hanns Günther (1931), der erste Prototyp wurde 1982 vom deutschen Ingenieur Jörg Schlaich in Manzanares (Spanien) gebaut. Nun ist der Bau eines Thermikkraftwerks mit einem 1000 m hohen Turm im australischen Outback geplant.

Funktionsprinzip

Ein Thermikkraftwerk nutzt den physikalischen Effekt aus, dass warme Luft leichter als kalte ist, und daher nach oben steigt. Ein weitläufiges Gebiet wird durch ein Licht- und Wärmestrahlung durchlassendes Dach (i.a. Glas oder Kunststoff) abgedeckt (vergleichbar einer Gewächshauskonstruktion). Diese Überdachung ist an den Seiten offen, und steigt um den Turm herum leicht an. Die Luft unter dem Dach erwärmt sich im Tagesverlauf durch die Sonneneinstrahlung, und steigt nach oben; sie sammelt sich un der Erhöhung um den Turm, um von dort aus durch den hohlen Turm (Schornsteineffekt) mit hoher Geschwindigkeit nach oben zu strömen. Vom Rand her gelangt weitere Luft unter das Dach, die ebenfalle erwärmt wird, und einen kontinuierlichen Betrieb der Anlage sicherstellt. Die Luftströmung treibt einen am unteren Ende des Turms befindliches Windrad bzw. Windturbine, wodurch mittels eines Generators elektrischer Strom erzeugt wird.

Vor- und Nachteile eines Thermikkraftwerk

Die Vorteile eines Thermikkraftwerkes sind:

Es gibt jedoch auch gravierende Nachteile: