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Thukydides (* zwischen 460 und 455 v. Chr, † ca. 399 v. Chr) war ein griechischer Historiker. Er stammte aus vornehmer attischer Familie und erlangte durch sein Geschichtswerk Geschichte des Peloponnesischen Kriegs (Peloponnesischer Krieg) große Berühmtheit. Als ein Zeitzeuge des Krieges, dessen Bedeutung er früh erkannte, schrieb er das Werk im thrakischen (s. Thrakien) Exil nieder. In klarer Abrenzung zu Herodot wollte er nur das berichten was auch wirklich vorgefallen ist. Ziel ist Klarheit und Gegenwartsbezug. Großen Einfluss auf die Geschicke der Menschen weist er der Tyche, dem Zufall, zu. Sein Werk ist klar strukturiert, in einem klaren, knappen Stil verfasst und bezieht zahlreiche Quellen ein, zu denen er Zugang hatte. Es ist des weiteren in vier Teile geteilt: 1) Einleitung, 2) archidamischer Krieg, 3) "der faule Frieden" und 4) der dekeleisch-ionische Krieg. Das Buch bricht abrupt im Jahre 411 v.Chr. ab. Es wurde durch den Historiker Xenophon in seiner Hellenika fortgesetzt. Thukydides Geschichtsauffassung hatte einen große Einfluss auf viele nachfolgende Historiker.
Werke