Till Eulenspiegel

Till Eulenspiegel (niederdeutsche Schreibweisen: Ulenspegel, Ulenspiegel) war ein Schalksnarr (Gaukler) und Titelheld eines niederdeutschen Volksbuches. Der Roman "Ein kurtzweilig Lesen von Dyl Ulenspiegel, geboren uß dem Land zu Brunßwick, wie er sein leben volbracht hat..." wurde anonym veröffentlicht. Als Verfasser wird heute der Braunschweiger Zollschreiber Hermann Bote angenommen. Die älteste erhaltene Fassung des Buches stammt aus dem Jahr 1510/1511.

Nach dem Roman wurde Till Eulenspiegel um 1300 in Kneitlingen am Elm geboren und starb 1350 in Mölln. Es gibt jedoch keine exakten Belege für die tatsächliche Existenz der historischen Person Till Eulenspiegel.

Eulenspiegels Streiche ergeben sich meist daraus, dass er eine bildliche Redewendung wörtlich nimmt. Er verwendet dieses Wörtlichnehmen als ein Mittel, die Unzulänglichkeiten seiner Mitmenschen bloßzustellen und die Missstände seiner Zeit aufzudecken.

Das Buch von Till Eulenspiegel gilt als das bedeutendste Werk des niedersächsischen Raumes und wurde bereits im 16. Jahrhundert in viele europäische Sprachen übersetzt. Neuere Buchfassungen modifizierten die Geschichten in den folgenden Jahrhunderten immer weiter, wobei aus dem ursprünglich derben Charakter ein immer sympathischerer Possenreißer wurde.

Die Figur Till Eulenspiegel inspirierte auch viele vom Original losgelöste literarische Werke, z.B. den Roman von Charles de Coster, sowie musikalische Werke (z.B. die sinfonische Dichtung von Richard Strauss).

In Schöppenstedt gibt es ein Till-Eulenspiegel-Museum.

Eulenspiegel ist eine satirische Zeitschrift.

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