Tillandsie


Tillandsie

Die Pflanzen der Art Tillandsia (Familie der Bromeliengewgewächse, zu denen auch die Ananas gehört) findet man in Wüsten, Wäldern und Bergen Mittel- und Südamerikas und im Süden der USA, wo sie auf Bäumen, Felsen und auch auf Telefondrähten in der Luft wachsen. In regenreichen Gegenden trifft man die Unterarten mit dünnen Blättern, in trockenen Gegenden die mit fleischigen Blättern. Die Pflanze holt sich ihre Nährstoffe aus der Luft (Staub, verwesende Blätter, Insektenausscheidungen, Regen) mittels Trichomen (das sind Auswüchse auf der Blattoberfläche, welche in einem regelmäßigen Muster auf der Epidermis angeordnet sind). Tillandsien sind Epiphyten, das heißt sie wachsen ohne Erde. Sie vermehren sich vor allem durch Ableger. Aus einer einzigen Pflanze können ein Dutzend Ableger sprießen, die man entfernen und getrennt einpflanzen oder auch zusammen mit der Mutterpflanze zur Kolonie werden lassen kann.

Tillandsien sind interessante Zimmerpflanzen, da sie keine Erde benötigen, sondern einfach nur regelmäßig mit Wasser besprüht werden müssen. Die Wurzeln haben lediglich Befestigungsfunktion und verfügen darum auch über keine Härchen, durch die Nährstoffe aufgenommen würden. Gelegentlich blühen sie auch, doch bei den Zimmerpflanzen sind das keine auffälligen Blüten.

Sehr anregend wirkte die Pflanzenart auf die Wissenschaft, die gern wissen möchte, wie die Pflanze überhaupt an ihre Nährstoffe kommt. Der französische Forscher Kervran meinte herausgefunden zu haben, dass sie das nur durch biologische Elementumwandlungen schaffen kann, und er glaubt, diese seien nachgewiesen worden, was aber nach heutigem wissenschaftlichen Denken nicht akzeptabel erscheint.

Literatur





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