TimeCode

Der TimeCode ist ein (im besten Fall) eindeutiger und fortlaufender Zahlencode, der je einem Bild (Frame) auf einer Videoaufzeichnung zugeordnet wird. Professionelle MAZ-Formate bieten durchweg TimeCode, da ohne ihn ein framegenauer Videoschnitt kaum möglich ist.

Ein anderes Konzept ist der ControlTrack (CTL), der ein (meistens) bildgenaues Bandzählwerk ermöglicht.

Der TimeCode besteht aus vier Teilen, nämlich Stunde, Minute, Sekunde und Frame. Diese werden durch einen Doppelpunkt voneinander getrennt von den Bandmaschinen oder Schnittsteuerungen angezeigt. Die Anzahl der Frames pro Sekunde hängt vom verwendeten Videosystem (PAL/NTSC) ab.

Die Aussagekraft von Time Codes ist unterschiedlich. Auf von Kameras aufgezeichnetem Rohmaterial findet man meistens einen RealTimeCode, der die tatsächliche Uhrzeit der Aufzeichnung repräsentiert, während man auf Sendebändern einen fiktiven (meist normierten) sogenannten "Internal TimeCode" findet.

Aufgezeichnet wird der TimeCode auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Auf analogen Bändern findet man meistens den LTC (Longitudinaler TimeCode), der als eine zusätzliche lineare Tonspur mitläuft. Außerdem gibt es den Vertical Interleave Time Code (VITC), der im Schrägspurverfahren wie eine HiFi-Spur auf einer VHS-Maschine durch die rotierende Kopftrommel aufgezeichnet wird. Letzterer ist auch beim Stillstand des Bandes noch lesbar. Am dazugehörenden TimeCode-Ausgang einer MAZ oder eines DAT-Decks hört sich das TimeCode-Signal wie das Schaben einer Baggerschaufel auf welligem Beton an.

Digitale MAZen verschachteln den TimeCode in in irgendwelchen Datenpaketen.

Die Übertragung des TimeCodes für Kopier- und Schnittzwecke erfolgt entweder als SMPTE-TimeCode-Signal über ein Audiokabel (XLR oder Koax), digital via serieller Schnittstelle oder bei DV via FireWire.



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