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Über Livius' Leben ist wenig bekannt. Er war anders als die meisten römischen Historiker (z. B. Sallust oder Tacitus) nicht selbst politisch aktiv.
Sein Hauptwerk ist eine umfangreiche Geschichte Roms von der Gründung der Stadt (deswegen der Titel ab urbe condita) bis zum Tod des Drusus im Jahr 9 v. Chr Von den ursprünglich 142 Büchern sind 35 (mit kleineren Lücken) erhalten, dazu kommen einige Fragmente und Inhaltsangaben (periochae). Erhalten sind die Bücher 1 bis 10 (mit den Ereignissen bis 293 v. Chr.) und 21 bis 45, die die Zeit vom Beginn des 2. Punischen Krieges bis 167 v. Chr. abdecken. Livius hat sein Werk in Abschnitte zu fünf (Pentaden) bzw. 10 Büchern (Dekaden) gegliedert. Die Abfassung erstreckte sich über mehr als 40 Jahre, die etwa mit der Herrschaft des Augustus zusammenfallen.
Livius stützte sich ganz überwiegend auf frühere Geschichtsdarstellungen (die Annalistik, aber auch Polybios), stellte mitunter aber auch eigene Nachforschungen an. Seine Zuverlässigkeit aus der Sicht eines modernen Historikers hängt deshalb entscheidend von der Qualität der jeweiligen Quellen ab, denen mit großer Akribie nachgespürt wurde. Livius selbst verstand sich wie alle antiken Historiker weniger als Wissenschaftler denn als Schriftsteller. Seine literarisch durchgearbeitete Darstellung hat fast alle seine Vorgänger verdrängt, aber der große Umfang gefährdete auch die Überlieferung von Livius’ eigenem Werk. Schon im 1. Jahrhundert fertigte man Auszüge und Zusammenfassungen an.
http://www.thelatinlibrary.com/liv.html -- Text des Geschichtswerks (lateinisch)
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