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Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika, wo die Pflanze traditionell wegen ihrer Knollen angebaut wurde. Heute ist der Anbau von geringer wirtschaftlicher Bedeutung.
Nach Europa wurde Topinambur zuerst als Nutzpflanze gebracht; die Knollen waren im 19. Jahrhundert ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel. Heute ist sie eher als Zierpflanze bekannt; daneben gibt es einen geringen Anbau als Wildfutter oder für den menschlichen Verzehr. Die Knollen sind für Diabetiker von Interesse, da der Mehrfachzucker Inulin enthalten ist. Insbesondere im Schwarzwald werden die Topinambur-Knollen zu einem vorzüglichen Verdauungsschnaps, ebenfalls Topinambur oder kurz Topi genannt, verarbeitet.
In Mitteleuropa verwildert Topinambur häufig und kann - wie andere Neobiota bzw. Neophyten - Probleme verursachen, da sie heimische Pflanzen verdrängt, selber aber nur wenige Fressfeinde hat. Wegen des späten Blütezeitpunkts reifen die Samen in Mitteleuropa normalerweise nicht aus, so dass die Pflanzen ganz auf vegetative Vermehrung über die Wurzelknollen angewiesen sind.
Manchmal wird Erdbirne auch als Name für die Kartoffel verwendet.