Traumdeutung

-- Neokortex 02:01, 26. Feb 2004 (CET)

                                 WAS KÖNNEN TRÄUME UNS SAGEN?

Jeder Mensch träumt, auch wenn einige sich nicht daran erinnern. es gibt:Vielträumer / gelegentliche Träumer und vermeintliche Nichtträumer

Träumen ist eine universelle Erscheinung. Der Unterschied liegt im Sicherinnern. Die Ursache hierfür ist die Aufmerksamkeit. Wem ich keine Aufmerksamkeit widme, geht unbemerkt an mir vorüber.

Traumannäherungen
es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, sich mit Träumen zu beschäftigen:

1. Traumdeutung 2. wissenschaftliche Untersuchungen mit zwei unterschiedlichen Formen:

     a) durch Neurophysiologie
b) durch Psychoanalyse
3. die letzte Möglichkeit wäre die praktische Traumanalyse

zu 1. Traumdeutung wurde seit alters her praktiziert. Dabei wurde meist die Kompetenz für die Ausdeutung des Traumes einem anderen zugebilligt (Priester, Schamane, alten Weisen), und oft wurden starre Regeln für die Traumsymbole aufgestellt.

zu 2. a) die Neurophsiologie sieht im sog. REM-Schlaf die Möglichkeit, die im Tagesablauf erworbenen Erkenntnisse, Informationen und Fähigkeiten sowie Verhaltensweisen mittels Nerven-zellen zu fixieren. Außerdem würden stammesgeschichtlich alte Emotionen und Verhaltensmuster auftreten.

zu 2. b) die Psychoanalyse erklärt, daß wir in unseren Träumen die tagsüber verdrängten, unbewußten Wünsche und Ängste erkennen.

Beide, Neurophysiologie und Psychoanalyse sind sich darin einig, daß Träume den Zweck haben, die vielfältigen Ereignisse, Gefühle und Entdeckungen des täglichen Lebens zu verarbeiten.

Zu 3. die praktische Traumanalyse geht davon aus, daß in Wahrheit jeder selbst der Träumer seiner Träume ist und nur er selbst wirklich in der Lage ist, die momentane Bedeutung des Traumes für sich zu erkennen. Hilfreich kann dabei das Wissen sein, daß jeder Traum auf zumindest sieben verschiedenen Ebenen eine Bedeutung haben kann. Die Entscheidung bleibt aber am Ende stets beim Träumer. Es geht dabei nur darum, seine Träume für sich als Selbsterfahrung zu nutzen, ohne daß ein anderer es besser wissen kann.

Was kann diese Form der Selbsterfahrung bringen?

Träume helfen uns zu erfahren: wie wir die Welt, die Mitmenschen und uns selbst betrachten wie wir zu unserem Körper stehen welche Begierden uns motivieren welche Gefühle in uns beteiligt sind oder fehlen sie erinnern uns an wichtige oder auch unwichtige Dinge zeigen uns, daß der Geist nie schläft beantworten uns evtl. Fragen/Probleme zeigen uns eine innere Führung betrachten unser Handeln, unsere Motivationen zeigen unseren Antrieb: Angst oder Liebe geben uns einen Maßstab für die eigene Bewußtseinsveränderung geben Hinweise auf zukünftige Erfahrungen sagen uns, wer wir wirklich sind können ängstliche Erfahrungen in positive umwandeln

Welches sind die Voraussetzungen, um unsere Träume zu nützen: vor allem sollte man an diesen Antworten interessiert sein man kann lernen, die richtigen Fragen zu stellen, um die Bedeutung auf den einzelnen Ebenen zu erfassen man sollte unbedingt die Träume aufschreiben wer nicht träumt kann ein Tagebuch führen man kann sich vor dem Einschlafen besinnen, man kann um Träume bitten und sollte sie dann auch konsequenterweise festhalten und es gehört Geduld dazu, mit sich und anderen


Langjährige Erfahrung mit Traumgruppen haben die Nützlichkeit eines Rahmens zum Verstehen der Träume bestätigt:

Modell:

Wenn man einen Stein ins Wasser wirft, bilden sich konzentrische Wellen. Es sind Schwingungen, ausgelöst aus dem Zentrum. Genauso können wir uns die Vorgänge beim Traum vorstellen.

Im Zentrum befindet sich das Selbst, der Kern, der Wellen in der gesamten Peripherie auslöst.

Wir können die Informationen  des Traumes besser verstehen,  wenn wir die sieben verschiedenen  Kreise/Schwingungen  betrachten,  die sich scheinbar um diesen Kern befinden. 

Von außen nach innen:

der Traum kann uns die "Außenwelt" spiegeln, wie wir sie wahrgenommen haben, vielleicht in einem anderen Licht

der Traum kann uns etwas über unseren Körper sagen, den wir ja in dieser Welt als "Ich" empfinden

der Traum spricht vielleicht die Gefühlswelt an, sind es Gefühle der Liebe oder der Angst, sind sie stark oder fehlen sie ganz, empfinden wir Fülle oder Mangel?

der Traum weckt auch Erinnerungen was verbinden wir mit ihnen, welche vergessenen Umstände kommen hervor, was wecken sie in uns?

der Traum kann uns eine symbolische Antwort geben, mentale Verbindungen herstellen, Zahlen oder Figuren als Hinweise auf momentane Probleme liefern

oder sogar Quellen aus dem Unbewußten als Lösung öffnen, uns die Augen für klares Verstehen und Einsicht öffnen, uns intuitiv helfen

alles aber Informationen unseres Kerns, der WAHRHEIT in uns, unserer inneren Führung, die uns nie verläßt.

Fragen, die man sich stellt:

Bezug zur Außenwelt?				 
Sagt es was über meinen Körper?			 
Welche Gefühle gibt es oder fehlen?		 
Welche Erinnerungen?				 
Welche Symbolworte?				 
Gibt es eine Antwort auf mein  momentanes Problem?	 
Was teilt  das Selbst mir mit?			 

Wie und Wo kann  man das lernen? 

ganz praktisch, indem man seine Träume aufschreibt und sich nacheinander fragt, ob Elemente für die eizelnen Ebenen erkennbar sind; dabei ist es hilfreich, die im Traum auftretenden Personen unter zwei Gesichtspunkten zu betrachten:

 *zunächst  als mögliche Begegnung mit Eigenschaften realer Personen, 
 *dann als Spiegelung unserer eigenen Anteile, die uns bisher  verborgen waren.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Teilnahme an einer Traumgruppe, falls sich die Gelegenheit dazu bietet.




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