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Der Hauptfluss ist die Etsch, nach der der italienische Namen Südtirols benannt ist. Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Tourismus, Industrie gibt es nur rund um die Provinzhauptstädte.
Diese Region war bis zum Ersten Weltkrieg Teil der Gefürsteten Grafschaft Tirol und wurde im Friedensvertrag von St. Germain an Italien übergeben. Das Trentino gehörte allerdings erst seit 1803 offiziell zu Österreich, vorher war es ein (relativ) eigenständiges Fürstbistum innerhalb des Heiligen Römischen Reiches.
Während Südtirol im Norden vorwiegend Deutschsprachig ist, spricht man im Trentino Italienisch, die italienische Sprache hat in der Region daher eine leichte Mehrheit. In einigen Tälern wird Ladinisch gesprochen, ein mit dem Rätoromanischen in Graubünden und dem Furlanischen in Friaul verwandtes eigenständiges Idiom. In der Ära des Faschismus gab es intensive Italianisierungsbemühungen, die 1939 in einem Aussiedelungsabkommen für die deutschsprachigen Südtiroler gipfelten (Option). In dieser Zeit hatte die Region den Namen Venezia Tridentina, eine - historisch völlig unkorrekte - ehemalige Zugehörigkeit zur Republik Venedig suggerierend.