Tripolitanien
Tripolitanien (arabisch Tarabulus) ist der nordwestliche Teil Libyens. Namengebend waren die phönizischen Kolonien Oea, Sabratha und Leptis Magna (Tripolis, d.h. griechisch Dreistadt).
Geschichte
- Ursprünglich wurde Tripolitanien von libyschen Stämmen bewohnt.
- Im 7. Jahrhundert v. Chr gründeten die Phönizier die Städte Oea, Sabratha und Leptis Magna, aus denen sich später die östliche Provinz des Staates Karthago bildete, das es aber nach dem 2. Punischen Krieg (218 v. Chr bis 201 v. Chr) verlor.
- Bis 46 v. Chr war es Teil Numidiens, welches es an das Römische Reich verlor.
- 439 wurde es von den Wandalen erobert.
- 535 ging Tripolitanien an Byzanz.
- Mitte des 7. Jahrhunderts wurde die Gegend von den Arabern erobert (643 Eroberung Tripolis)
- Der Widerstand der Berber im Hinterland dauert noch weitere 60 Jahre an.
- Zunächst wird Tripolitanien direkt von Damaskus aus regiert, später durch mehr oder weniger unabhängige arabische und berberische Dynastien.
- 1551 wurde Tripolitanien türkische Provinz.
- 1711 bis 1835 war Tripolitanien praktisch unabhängig.
- 1802 bis 1805 gehen die USA gegen die im Tripolitanien des 7 und 18. Jahrhunderts verbreitete Seeräuberei und den Sklavenhandel vor.
- 1911 wird Tripolis von Italien besetzt.
- 1912 erwirbt Italien ganz Tripolitanien von der Türkei.
- 1939 wird Tripolitanien zusammen mit der Cyreneika und Fessan Teil des Königreichs Italien.
- 1951 entsteht aus den drei Provinzen das unabhängige Königreich Libyen.
- 1963 werden die Provinzen aufgelöst.
Bevölkerung
Tripolitanien ist von teilweise arabisierten Berbern bewohnt. Hauptsprache ist das Arabische, daneben sind Berbersprachen in Gebrauch.
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