Turmbau zu Babel

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Die Erzählung vom Turmbau zu Babel (Genesis 11,1-9) beschließt die biblische Geschichte vom Sündenfall (Genesis 1-11) Sie will die Erklärung liefern, weshalb nicht nur die Menschheit, sondern der Mensch an und für sich gespalten ist, die "Sprache" des Anderen nicht mehr versteht und in die Welt zerstreut ist, und sieht den Grund dafür im Streben des Menschen zum Himmel, in seinem Machbarkeitswahn und letztlich darin, nicht den Willen Gottes zu suchen, sondern sich mit dem eigenen Werk zu erhöhen. Der Mensch wird zum Gotteslästerer im Namen der Ordnung (Albert Camus).

Der Jahwist als Schöpfer dieser Erzählung bringt damit zum Ausdruck, dass der Mensch als homo faber in theologischem Sinne schon gescheitert ist, bevor er sich zivilisatorisch zu eigener Größe erheben kann. Dem Motiv einer Ursprungsgeschichte entsprechend könnte man somit sagen, dass hier ein Thema behandelt wird, das "schon immer" aktueller denn je war.

Die christliche Lösung des Problems wird schließlich im Pfingstwunder der Apostelgeschichte (Apg 2) angeboten.

Die bekannteste künstlerische Darstellung des Turmbaus zu Babel stammt von Pieter Bruegel dem Älteren und hängt im Kunsthistorischen Museum in Wien.

Seit 1913 ist - den meisten Menschen unbekannt - die exakte Lage des Turms von Babylon entdeckt und erforscht worden. 1962 fanden unter Leitung des Architekten Prof. Hans-Georg Schmid weitere Untersuchungen statt. Eine kleine Tonfafel, die er fand, beschreibt sogar den relevanten Aufbau des Turmes: ein Stufenturm, identisch mit seinen akkuraten Berechnungen (siehe Bild Nr.4, Heiligtum oder Observatorium, im Weblink ZDF).

siehe auch: Zikkurat und Zikkurat des Gottes Marduk (mit rekonstruierten Bildern des biblischen Turm zu Babylon )

Literatur

Weblinks





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