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Tycho Brahe (* 14. Dezember 1546; † 24. Oktober 1601) war ein dänischer Astronom.
Tycho (oder Tyge) Brahe wurde im dänischen Knudstrup geboren. Er war adliger Abstammung. Im Alter von 20 Jahren verlor Brahe bei einem Duell einen Teil seiner Nase. Er trug daher eine Nasenprothese aus einer Gold-Silber-Legierung, die er mit einer Salbe anklebte.
Vom damaligen König Friedrich II. wurden die Sternwarten Uranienborg und Stjerneborg auf der Insel Ven (oder Hven) vor Landskrona finanziert, an denen Brahe 20 Jahre lang forschte. Er baute nicht nur alle benötigten Instrumente selbst sondern druckte auch seine eigenen Bücher.
Brahe war ein herausragender beobachtender Astronom. Zu seiner Zeit gab es noch keine Teleskope. Seine Beobachtungen der Stern- und Planetenpositionen waran damals die präzisesten und erreichten eine Genauigkeit von zwei Bogenminuten. Nach seinem Tod konnte Johannes Kepler, der kurz vor Brahes Tod sein Assistent geworden war, aufgrund der Aufzeichnungen über die Bewegungen des Planeten Mars seine Gesetze der Planetenbewegungen entwickeln, die dazu führten, dass das heliozentrische Weltbild allgemein anerkannt wurde. Obwohl Brahe durch seine Arbeit also den Grundstein dazu legte, lehnte er das heliozentrische Weltbild ab und schlug einen Kompromiss vor, bei dem die anderen Planeten die Sonne umkreisen, während sich die Sonne um die Erde drehen würde. Wegen seiner beschränkten mathematischen Fähigkeiten konnte er dieses Weltbild jedoch nicht durchrechnen.
Nach dem Tod Friedrich II. kürzte sein Nachfolger die finanziellen Mittel und Brahe wechselte deshalb 1599 nach Prag. Kaiser Rudolf II wollte ihm dort eine neue Sternwarte erbauen lassen, doch Brahe starb, bevor der Bau beendet war.
Die Umstände seines Todes sind bizarr, aber nicht ganz klar. Offenbar erlitt er bei einer Audienz oder einem Festbankett des Kaisers einen Blasenriss, an dem er einige Tage später verstarb. Grund für den Blasenriss war die Hofetikette, die es den Gästen untersagte, sich vor dem Kaiser zu erheben (es kursieren jedoch verschiedene Varianten dieser Geschichte). Jedenfalls verstarb er jämmerlich an einer innerlichen Vergiftung.
Der Mondkrater Tycho wurde nach ihm benannt.
Max Brod veröffentlichte 1915 seinen Roman "Tycho Brahes Weg zu Gott".