Ultramontanismus

Der Ultramontanismus (von lat ultra montes, jenseits der Berge, d.h. aus Rom) war eine Strömung in der französischen katholischen Kirche des 18. Jahrhunderts. Sie strebte an, den Vorrang des Papstes zu erhalten oder sogar zu verstärken und bekämpfte Aufklärung, Liberalismus und Protestantismus.

In Deutschland setzte der im 19. Jahrhundert erstarkende Ultramontanismus gegen den Reformkatholizismus die romkonforme Neubesetzung von Bischofsstühlen durch. Hierdurch kam als Gegenbewegung in der Zeit des Vormärz und der Märzrevolution 1848 eine Deutsch-Katholische Bewegung in Gang.

Im übertragenen Sinn wird der Begriff Ultramontanismus, beispielsweise im deutschen Kulturkampf, auf andere romfreundliche Haltungen verwandt.



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