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Entscheidendes Merkmal der ungeschlechtlichen Vermehrung ist es, dass die Nachkommen nicht aus Geschlechtszellen - also ohne vorangegangene Meiose entstehen. Die Geschlechtliche Fortpflanzung dagegen gibt den Nachkommen nach einer Meiose Gene beider Elternteile oder - bei der eingeschlechtlichen Fortpflanzung oder Selbstbefruchtung (Autogamie) - von einem Elter weiter.
Ungeschlechtliche Vermehrung ist in verschiedenen Formen bei Lebewesen aller Art zu finden:
Der Nachteil der ungeschlechtlichen Vermehrung gegenüber der geschlechtlichen Fortpflanzung besteht im mangelnden Austausch von Erbmaterial zwischen den hier ja nicht vorhandenen Elternteilen. Einige Einzeller haben dieses Problem anderweitig gelöst (Gentransfer).
Die ersten entstandenen Lebewesen vermehrten sich ungeschlechtlich. Erst im späten Proterozoikum (vor etwa 700-800 Millionen Jahren) trat geschlechtliche Fortpflanzung auf. Mit dieser Entwicklung ging das Entstehen vieler neuer Lebensformen einher. Man vermutet daher, dass die Vielfalt des Lebens auf der Erde erst durch die 'Erfindung' der geschlechtlichen Fortpflanzung möglich wurde.
Siehe auch: Fortpflanzung