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Der Unitarismus ist in seiner Hauptströmung, dem humanistischen Unitarismus (Eggenberger), den die "Deutsche Unitarier, Religionsgemeinschaft" repräsentiert, eine panentheistische Religion, die sich zunächst als innerchristliche die göttliche Trinität ablehnende Konfession gebildet hatte.
Eine Minderheitsrichtung, die theistischen Unitarier (Eggenberger), teilen die Kritik an der Trinitätslehre, halten aber am Glauben an einen persönlichen Gott fest und stehen mit Ausnahme der Dreifaltigkeitslehre auf biblisch-christlichem Boden.
Die Unitarier dürfen nicht mit den Unierten Kirchen verwechselt werden.
| Table of contents |
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2 Ursprung 3 Geographische Verbreitung 4 Weiterentwicklung 5 Kontroversen 6 Literatur 7 Weblinks |
Zentrale Grundsätze sind der Glaube an die Einheit des göttlichen Wesens und der Glaube an die menschliche Vernunft.
Als Gegenstück zum christlichen Glaube, Liebe, Hoffnung wird oft Freiheit, Vernunft, Toleranz angeführt.
Die Rolle der Bibel als Offenbarungsquelle hat sich im Laufe der Zeit zurückentwickelt.
Obwohl unitarische Vorstellungen in der Geschichte verschiedener Regionen und religiösen Traditionen aufgetreten sind, spricht man von Unitariern erst, seitdem sich Menschen dieses Glaubens zu Gemeinden organisierten.
Dies geschah im Wesentlichen nach der Reformation und im Zeichen der Aufklärung, als es in Europa möglich wurde, die Doktrin von der Dreieinigkeit in Frage zu stellen.
Von den großen Kirchen als Ketzer angesehen, wurden die Unitarier (von unitas, dt. Einheit (Gottes), im Gegensatz zur Dreieinigkeit) oft verfolgt.
Unitarische Glaubensgemeinschaften finden sich heute v.a. in Ungarn, Rumänien (Siebenbürgen) und Nordamerika, wo viele Unitarier eine konfliktfreie Verwirklichung ihres Glaubenslebens suchten.
In den USA bildeten sich im 18. Jahrhundert die ersten unitarischen Gemeinden. 1876 gründete sich dann auch in Rheinhessen die "Religionsgemeinschaft Freier Protestanten".
Seit 1950 existiert die "Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft", die sich in der Tradition der "freien Protestanten" sieht.
Weiterhin existiert seit 1949 die von Pfarrer Hansgeorg Remus gegründete "Unitarische Kirche in Berlin (UKiB)".
Die UKiB ist unabhängig von den Deutschen Unitariern und der Religionsgemeinschaft "Religionsgemeinschaft Freier Protestanten".
Heute repästentieren die Unitarier in Deutschland einen Panentheismus. So schreiben sie auf ihrer Homepage:
Es gibt Behauptungen, die die "Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft" (nicht jedoch Unitarier allgemein) in die Nähe nationalsozialistischer, deutschgläubiger Nachfolgeorganisationen stellen.
Demnach seien Gründungsmitglieder vorher bei der "Deutschen Glaubensbewegung" oder den "Deutschen Christen" gewesen.
Glaubensgrundsätze
Ursprung
Geographische Verbreitung
Die Verfassung der USA, mit ihrer Trennung von Staat und Kirche, wurde auch von einer Reihe von Unitariern (Thomas Jefferson, John Adams, Abraham Lincoln) massgeblich mitgeprägt.Weiterentwicklung
"Zu den Grundsätzen unitarischer Religion gehört die Überzeugung, daß Mensch und Umwelt - wir sagen heute besser Mitwelt - ein untrennbares Ganzes darstellen. Mensch und Natur sind eine Einheit."
Und an anderer Stelle:
"Der Glaube an die Einheit Gottes und an die Göttlichkeit der All-Natur ist also der eine Ausgangspunkt für den unitarischen Glauben. Dazu kam in der Aufklärung die Bedeutung, die man der menschlichen Vernunft zuerkannte. Beides wurde im Laufe der Zeit so weiterentwickelt, daß die Bibel ihre Rolle als Offenbarungsquelle für Unitarier verlor."
(Quellenstand: 08-Feb-2004)Kontroversen
Literatur
Weblinks