Unsichtbarkeit

Vorbemerkungen

Um einen Gegenstand unsichtbar zu machen, genügt es nicht, zu verhindern, dass Licht von diesem Gegenstand zum Beobachter gelangt.
Wenn sich dieser Gegenstand hinter einem anderen Gegenstand befindet, dann ist er zwar unsichtbar, aber man sieht dann den andern Gegenstand davor.
Wenn dieser Gegenstand völlig schwarz ist, dann gelangt zwar kein Licht von ihm zum Beobachter, aber er verdeckt einen Teil des Hintergrundes, sofern dieser nicht auch völlig schwarz ist.
Wenn dieser Gegenstand durchsichtig ist, dann hat er zumeist einen höheren Brechungsindex als die umgebende Luft, was zur Lichtbrechung und zur Grenzflächenreflexion führt.
Natürlich kann man Glas in Öle einbetten, die genau den gleichen Brechungsindex haben wie das Glas (optische Immersion), aber die meisten Gegenstände sind ohnehin nicht durchsichtig.
In diesem Bereich der Unsichtbarkeit haben sich besonders die Quallen hervorgetan.

Es wurde auch der Vorschlag gemacht, dass man vor dem unsichtbar zu machenden Gegenstand einen Flachbildschirm mit hoher Leuchtdichte aufstellt, und hinter dem Gegenstand eine Farbvideokamera, die das Bild des Hintergrundes an den Bildschirm übermittelt.
Es ist klar, dass bei hellem Sonnenschein dieser Bildschirm mit der Leuchtdichte grosse Probleme hätte.
Hier stellt sich dann auch die Frage nach dem Blickwinkel, und auch ob eher Weitwinkel- oder Tele-Objektiv für die Kamera günstig wäre.
Natürlich könnte man einen hoch auflösenden Bildschirm auch mit richtungs-selektiven Mikro-Kugel-Linsen überziehen, aber dann wird es langsam teuer.
Das Ziel einer solchen Massnahme ist, jeden Blickwinkel mit dem passenden Hintergrundbild zu versorgen.
Ein bereits realisiertes Beispiel dafür sind jene Stereobilder, die mit Mikro-Zylinder-Linsen erzeugt werden.

Unsichtbarkeit mit Spiegeln

Das Problem bei der Unsichtbarkeit mit Spiegeln ist, dass man die Spiegel so anordnen muss, dass sie selbst kaum zu sehen sind.
Bei der Verwendung von vier Planspiegeln nach der Art eines doppelten Periskops ist leider ein Planspiegel von der Rückseite her zu sehen.
Bei der Verwendung von drei Planspiegeln steht das Bild des Hintergrundes leider auf dem Kopf.
Mit vier Planspiegeln kann man das Bild des Hintergrundes um den unsichtbar zu machenden Gegenstand im Zickzack herum leiten, wobei zwei unsichtbare Zonen entstehen.

Mit zwei parabolischen Zylinderspiegeln und einem schmalen Planspiegel wird das Bild des Hintergrundes um den unsichtbar zu machenden Gegenstand herum geleitet, so dass er zumindest aus einer Richtung unsichtbar ist.
Leider sind grosse parabolische Zylinderspiegel relativ teuer, und das Gesamtsystem scheint stark Abhängig vom Blickwinkel zu sein.
Der in der Brennlinie der beiden parabolischen Zylinderspiegel liegende Planspiegel, und auch seine beiden Stützen, sollten möglichst dünn sein.
Rein theoretisch könnte man auch mit Linsen arbeiten, aber so grosse Linsen wären viel schwerer als große Spiegel.
Am elegantesten wären natürlich gebündelte Gravitationsfelder, aber diese sind momentan noch nicht erhältlich, und sie wären auch viel zu gefährlich.





Websites: Tagoror | Guajara | Tacoronte Guia | Todo Gomera | Deranet | Radioaficionados | Cinebso | Mi Buscador

Enciclopedia On Line: GNU FDL.