Untergruppe

In der Gruppentheorie der Mathematik ist eine Untergruppe eine nichtleere Teilmenge einer Gruppe , die bezüglich selbst wieder eine Gruppe bildet.

Table of contents
1 Äquivalente Definitionen
2 Beispiele
3 Eigenschaften

Äquivalente Definitionen

Es läßt sich folgendes Untergruppenkriterium formulieren: Eine nichtleere Teilmenge U von G ist eine Untergruppe von G, genau dann wenn gilt:

Aus diesen beiden Bedingungen folgt insbesondere auch, dass das neutrale Element in der Untergruppe enthalten sein muss.

Eine weitere äquivalente Forderung ist, dass U eine nichtleere Teilmenge von G ist mit:

Je nach Kompliziertheit der Verknüpfung ist es einfacher, die beiden Bedingungen der ersten Formulierung oder die Bedingung der zweiten Formulierung zu beweisen.

Beispiele

Triviale Untergruppen jeder Gruppe G sind sowie (wobei das neutrale Element der Gruppe G ist).

Beispiele für Untergruppen:

Eigenschaften

Satz von Lagrange: Die Kardinalität jeder Untergruppe U einer endlichen Gruppe teilt die Kardinalität der Gruppe G.

Ist beispielsweise |G| eine Primzahl, kann G nur einelementige Untergruppen enthalten. Die einzige solche ist aber {ε}, also hat G dann keine nichttrivialen Untergruppen.

Untergruppen, die unter der Konjugation fest bleiben, heißen Normalteiler. Sie dienen der Erzeugung von Faktorgruppen.

Ist A Untergruppe einer Gruppe B, die ihrerseits Untergruppe von C ist, dann ist A auch Untergruppe von C. (Die entsprechende Aussage für Normalteiler gilt nicht.)





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