|
|
| Table of contents |
|
2 Die Eigenheiten der Entwicklung in England 3 Geldakkumulation und die Folgen der Preisrevolutiuon 4 Weblinks: |
Aus der städtischen Umwälzung in Europa im 14. Jahrhundert, vor allem in Norditalien, bildeten sich mit den zentralisierten Manufakturen kapitalistsiche Produktionsverhältnisse heraus. Das Nebeneinander von feudalen und bürgerlich kapitalistischen Produktionsverhältnissen führte zu tiefgreifenden Widersprüchen, die sich
im Kampf des frühen Bürgertums und besonders der Bauern gegen die Feudalherrn äußerten.
Die im Übergang sich herausbildende kapitalistische Produktionsweise führte zu einer
Trennung der unmittelbaren Produzenten von den Produktionsmitteln, die Auflösung der Einheit von Arbeit und Eigentum setzte sich durch.
Besonders in England hatten sich im 14. Jahrhundert die Voraussetzungen beschleunigt,
die feudalen Produktionsverhältnisse zu zersetzen.
Um den Wollbedarf der englischen Manufakturen zu befriedigen, vernichteten in der Zeit Heinrich VIII. feudale Grundherren die bäuerlichen Höfe und gebrauchten sie als Weideland. (Thomas Morus schrieb: die Schafe fressen die Menschen auf.) Eine "Halsgerichtsordnung" bedrohte vagabundierende ehemalige Bauern und Diebe mit dem Tod und zwang sie in die Städte, wo sie nur als das Arbeitskräfte-Potential der beginnenden kapitalistischen Produktion überleben konnten.
Andererseits hatten die Rosenkriege einen großen Teil der feudalen Klasse dezimiert.
Allerdings wurden dabei auch zahlreiche Bauern Opfer dieser Kriege.
Die darauf rasch eintretende Entwicklung der Manufakturen, die schnell zunehmende Wollverarbeitung und die wachsende Beteiligung Englands am Welthandel schufen die Vorbereitungsphase der kapitalistischen Produktionsweise.
Diese Entwicklung bezeichnete Karl Marx mit Bezug auf die Veröffentlichungen von Adam Smith als so genannte ursprüngliche Akkumulation.
Darunter verstand Marx die gewaltsame Trennung der Produzenten vom landwirtschaftlichen Boden und die Abschaffung der feudalen Bindungen der bäuerlichen Tätigkeit, welches er unter diesen beiden Bedingungen als die Verwandlung des Bauern in einen "doppelt freien Lohnarbeiten" bezeichnete. Frei vom Boden und frei von der feudalen Bindung.
Im ersten Band seines Werkes Das Kapital (Karl Marx) drückt er diese Verwandlung so aus:
"Die Expropriation und Verjagung eines Teils des Landvolks setzt mit den Arbeitern nicht nur ihre Lebensmittel und ihr Arbeitsmaterial für das industrielle Kapital frei, sie schafft den inneren Markt".
Aber die Genesis der kapitalistischen Geldakkumulation war nicht nur das Ergebnis der nationalen Entwicklung. Durch den sehr vorteilhaften Handel mit den eroberten Kolonialgebieten und die Folgen der so genannten Preisrevolution ergaben sich die
Wirkungen zu der ungeheueren Geldakkumulation.
Diese Preisrevolution im Zusammenwirken mit der Ausweitung kolonialer Handelsbeziehungen beruhte darauf, daß sich die Gewinnung von Silber und Gold in den reichen Erzminen Amerikas durch die Ausnutzung der billigen Sklavenarbeit vestärkte.
Diese Entwicklung führte also zum Sinken der gesellchaftlich notwendigen Arbeitszeit zur Produktion von Gold und Silber, also auch des Kostenaufwands. Was in Relation zum Produktionsaufwand von gewerblichen Waren zur Folge hatte, daß die Preise für gewerbliche Produkte stark anstiegen.
Diese Relation der umgekehrt wirkenden Kosten der Aufwendungen für das Geld in Form
von Silber und Gold einerseits, und der gewerblichen Waren andererseits bewirkte nun,
daß man für den Austausch Geld gegen Ware mehr Gold und Silber zum Kauf der Lebensmittel aufbringen mußte.
Das hatte weitreichende Folgewirkungen. Die Zinseinnahmen in Form von Geldrenten der Feudalherrn entwerteten sich durch den Preisanstieg. Auch die Reallöhne der Arbeiter in den Manufakturen und der Gesellen in den Handwerksbetrieben sanken.
Eine "kinderleichte" Darstellung als eine von "Charly's Ideen"
Historische Entwicklung zur Akkumulation des Kapitals
Die Eigenheiten der Entwicklung in England
Geldakkumulation und die Folgen der Preisrevolutiuon
Weblinks:
Darstellung von Karl Marx: "Das Kapital"