US-Verfassung

Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde von den zwölf ehemaligen Kolonien entworfen, die an der Philadelphia Convention teilnahmen (Rhode Island, die 13. ehemalige Kolonie, boykottierte den Prozess).

Ursprünglich lautete der Auftrag des Konvents, bestehende Mängel der Konföderationsartikel zu beheben. Die 55 Delegierten kamen aber zu dem Schluss, dass die Mängel so gravierend seien, dass eine völlig neue Verfassung geschaffen werden müsse. Sie überschritten ihr Mandat, was ihnen viel Widerspruch brachte, zumal die neue Verfassung erheblich ausgeweitete Kompetenzen für die Bundesregierung bedeutete (der zuvor bestehende Konföderationskongress beruhte unter anderem auf dem Prinzip der Einstimmigkeit, so dass die Souveränität der Kolonien gewährleistet war).

Einige der Verfassungsväter sahen sich daraufhin veranlasst, den Entwurf in den so genannten Federalist Papers zu verteidigen, die den Ratifikationskonvent im Staat New York beeinflussen sollten, und heute als Standard-Kommentar zur Verfassung gelten.

Die amerikaniche Verfassung ist sehr ideel, nicht unbedingt praxisbezogen. Aus dem Streit entstanden verschiedene Zusätze, die viele Historiker dazu veranlasste die Verfassung als "großes schwarzes Loch" zu bezeichnen. Man weiss nicht viel drüber, aber man kann alles reininterpretieren.

Die Verfassung verlangt eine totale Gewaltenteilung. Die Legislative, bestehend aus Senat und Repräsentantenhaus, die Judikative, gebildet durch den obersten Gerichtshof und die Exekutive, der Präsident, sind verpflichtet sich gegenseitig zu kontrollieren. Dieses System bezeichnet man als system of checks and balance.

Der Senat und das Repräsentantenhaus bilden den Kongress. Beide Instanzen sind auch am Impeachment- Verfahren beteiligt.

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