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Vanillin kommt nicht nur in der Gewürzvanille vor. Eine Reihe von Pflanzen produzieren Vanillin, unter anderem Jasmin, wobei dann Vanillin nicht der Hauptaromastoff ist. Bei einer Wanzenart produzieren ihn die männlichen Tiere als Lockstoff (Pheromon).
Vanillin wird als Aromastoff in Lebensmitteln verwendet, unter anderem in Speiseeis, Backwaren oder Schokolade. Daneben ist Vanillin einer von vielen Duftstoffen bei der Parfümherstellung. Auch in der chemischen Industrie wird Vanillin verwendet, z.B. als Ausgangsstoff zur Herstellung von Medikamenten.
Vanillin kann heute preisgünstig künstlich hergestellt werden. Da zum Vanille-Aroma jedoch noch andere Substanzen beitragen, ist Vanillin kein vollwertiger Ersatz für Vanille.
Eigenschaften
Vanillin ist chemisch 4-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd mit der Summenformel C8H8O3. Es bildet farblose Kristalle mit
einem Schmelzpunkt von 81 °C. Da der Geschmack dieser Substanz sehr intensiv ist, ist das käufliche Vanille-Aroma entweder mit Zucker gestreckt oder in Wasser mit Alkohol gelöst und somit besser dosierbar. Hautkontakt von größeren Mengen Vanillin führen wegen der reaktionsfähigen Aldehyd-Gruppe zu
Hautreizungen, es ist ein Kontaktallergen (Vanillinkrätze).
Vanillin entsteht auch beim Zerfall von Lignin (einem Bestandteil des Holzes), daher kommt auch der süßliche Geruch von altem Zeitungspapier.