|
|
Venture Capital organisiert sich außerhalb des geregelten Kapitalmarktes, es gibt also keine Börsen für Venture Capital. Der Kapitalgeber investiert direkt in das Eigenkapital des Unternehmens, bleibt aber stets Minderheitsgesellschafter (Anteil unter 50%). Venture Capital ist in der Regel zinslos überlassenes Geld, der Gewinn des Kapitalgebers entsteht in dem meist überdurchschnittlich gestiegenen Unternehmenswert des Unternehmens.
Der Venture Capitalist und Unternehmenseigner (oder Manager) gehen eine strategische Partnerschaft ein, dass bedeutet der Kapitalgeber stellt sein Wissen und Können der Firma zur Verfügung und greift teilweise aktiv in die unternehmerischen Tätigkeiten ein. Der Gründer hat somit einen erfahrenen Helfer an seiner Seite und der Venture Capitalist fördert das Wachstum des Unternehmenswertes aktiv.
Nach 2 - 5 Jahren folgt die Desinvestition, dass heißt der Kapitalgeber zieht sich aus der Firma zurück. Er verkauft seine Anteile an der Börse, an andere Unternehmen, Venture Capital-Gesellschaften oder bietet sie dem Unternehmenseigner zum Kauf an. Die durchschnittlich erzielten Renditen liegen mit 15 - 25 % jährlich überdurchnittlich hoch, dafür trägt er auch die erhöhten Risiken des jungen Unternehmens.