Das Verhalten der Ameisen ist durch den Aufbau eines Stammes geprägt. In einem Ameisenbau leben eine Königin (es gibt seltene Ausnahmen) und ca. 100.000-5.000.000 Arbeiterinnen. Diese Arbeiterinnen haben also alle die gleiche Mutter, sind also Geschwister. Aufgrund dieses engen Verwandtschaftsverhältnisses und der Unfruchtbarkeit der Arbeiterinnen ist für die einzelne Ameise das Überleben der Königin bzw. des gesamten Baues evolutionstechnisch wichtiger als das eigene Überleben.
Allgemeines
- Es existiert keinerlei festgelegte Hierarchie. Keine Ameise kann Befehle geben.
Kommunikation
- Ameisen kommunizieren vor allem über Berührungen und Düfte (normalerweise ca. 20 verschiedene).
Essensbeschaffung und Verteilung
- Essen wird sehr schnell verteilt. Wenn eine Ameise an den Fühlern berührt wird würgt sie (sofern vorhanden) Nahrung hervor, welche die berührende Ameise frisst. Auf diese Art kann eine Nahrungsquelle innerhalb von weniger als einer halben Stunde auf alle Individuen eines Stammes verteilt werden.
- Durch die gute Verteilung der Nahrungsmittel kann die futtersuchende Ameise darauf vertrauen, dass die anderen den gleichen Nährstoffbedarf wie sie selbst haben und gezielt danach suchen.
- Eine Ameise, die Futter findet, bewegt sich nach der Nahrungsaufnahme so schnell wie möglich in den Bau zurück. Alle Ameisen, die sie auf dem Weg dorthin trifft werden wie oben beschrieben versorgt und folgen sogleich der Duftspur zum Futter.
Krieg
- Ameisenstämme verhalten sich extrem aggressiv. Sie befinden sich fast immer im Kampf mit anderen Stämmen.
- Durch das enge verwandtschaftliche Verhältnis kommt es oft zu Kamikazeaktionenaktionen.
- Es kämpfen vorzugsweise die alten Ameisen.