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Portugal wollte damit die Kontrolle des Seeweges nach Indien entlang der afrikanischen Küste behalten, während sich Spanien die Kontrolle über die erst kürzlich von Christoph Columbus entdeckten Länder im Westen (das für Indien gehaltene Amerika) sichern wollte. Es wurde in Unkenntnis der Küstenlinie Südamerikas eine Linie im Atlantik vom Nord- zum Südpol entsprechend etwa dem 50. Längengrad festgelegt, die es den Portugiesen später erlaubte, die östlich dieser Linie gelegenen Gebiete Brasiliens zu kolonisieren. Der Vertrag wurde am 7. Juni abgeschlossen, am 2. Juli von Spanien und am 5. September von Portugal ratifiziert.
1750 wurde die inzwischen durch die Realitäten ohnehin gegenstandslos geworden Demarkationslinie durch einen neuen Vertrag aufgehoben.