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Eine Violine (auch Geige genannt) ist ein aus Holz gefertigtes Saiteninstrument. Sie wird mit einem Bogen gestrichen (Streichinstrument).
Die Violine ist mit vier Saiten im Quintenabstand (g - d’ - a’ - e’’ ) bespannt, die am unteren Ende des Korpus am Saitenhalter, am oberen Ende des Halses im Wirbelkasten befestigt sind. In der Mitte des Korpus drücken die Saiten den hölzernen Steg auf die Decke, wodurch die Schwingungen der Saiten auf den Korpus übertragen werden.
Auf dem Griffbrett befinden sich keine Bünde. Daher muss der Geiger, um den Ton einer Saite zu erhöhen, die niederzudrückende Stelle genau treffen. Durch schnelles Hin- und Herbewegen des Fingers lässt sich ein Vibrato des Tons erzeugen.
Die Violine wird im linken Arm mit dem Hals vom Spieler weg gehalten; die linke Hand greift die Saiten, die rechte Hand bedient den Bogen.
Vorläufer der Violine stammen aus dem Spanisch-maurischen Raum. Als weiterer Vorläufer ist das Rebec (bereits im 8.Jhdt bekannt) zu nennen. Die bis heute im Wesentlichen unveränderte Form ist seit etwa 1580 gebräuchlich. Bekannte Geigenbauer in Italien: Andrea und Nicolo Amati, Guarnerius, Stradivarius. Nördlich der Alpen: Jakobus Stainer aus Absam und die Familie Klotz aus Mittenwald.
Im Laufe der Zeit unterlag die Violine einigen baulichen Veränderungen, die sich auf den Klang auswirkten. Die Bauformen des 19. Jahrhunderts haben einen längeren und schräger angesetzten Hals und einen stärkeren Bassbalken als die Barockvioline. Dank längerer Saiten und dem nunmehr gestreckt-konkaven Bogen erhöhte sich die Lautstärke und entsprach somit den immer grösser werdenden Konzertsälen und Orchestern. Die Stimmung erhöhte sich um einen Halbton. Seit Beginn der 1950er Jahre kehrte man jedoch für die Aufführung Alter Musik zu den älteren Bauformen zurück, um eine historisch informierte Aufführungspraxis zu ermöglichen.
Eine größere und tiefer klingende Bauform der Violine ist die Bratsche, auch Viola genannt. Zur selben Instrumentenfamilie gehört das Violoncello, das aber in einer anderen Haltung gespielt wird, nämlich mit dem Hals nach oben und der Vorderseite weg vom Spieler. Der Kontrabass hingegen gehört nicht zur Familie der Geigen, sondern stammt von den Gamben ab.
Siehe auch: Liste von Violinisten, Geigenbauer
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Funktionsweise
Geschichte
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