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Ihre Taxonomie (Einteilung der Stämme, Ordnungen und Arten) war lange Zeit umstritten. Dies unter anderem wegen der Frage, ob sie mit den Reptilien (Kriechtieren) - aus denen sie sich vermutlich entwickelt haben - eine gemeinsame Klasse bilden. Auch die Frage der Abgrenzung zu den Dinosauriern und speziell zum Urvogel (Archäopterix) ist noch nicht hundertprozentig geklärt.
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2 Vom Archäopterix zu den heutigen Vögeln 3 Siehe auch: |
Was ein Vogel ist, meint jeder zu wissen – doch bei näherem Nachfragen merkt man bald, wie schwierig es ist, diese Tierklasse eindeutig zu definieren. Vermutlich ist das auch der Grund, warum sie in dieser Enzyklopädie bis heute (Geof, Febr.2004) als einzige der Wirbeltiere noch nicht beschrieben wurde. Sichtbarer Ausdruck dieses Problems sind die Beispiele Straußenvögel, Pelikane, Papageien, Eulen, Kolibris, Spechte, Singvögel (vom Raben bis zum Zaunkönig) und Archäöpterix - von den Flugsauriern ganz zu schweigen.
Wesentliche Attribute, die Vögel von anderen so genannten Vierfüßlern unterscheiden, sind weder das Fliegen (siehe Fledermäuse oder Insekten), noch das Eierlegen (das tun auch die meisten Reptilien, Amphibien und Insekten, und sogar einige "urtümliche" Säuger). Sogar der Schnabel definiert Vögel nicht - er findet sich bei manchen Reptilien und Säugetieren.
So kam die taxonomische Biologie schließlich auf ein einziges wesentliches Unterscheidungsmerkmal:
Deshalb wurde der erste von Wissenschaftern 1857 im Plattenkalk von Solnhofen entdeckte Urvogel
"Archaeopteryx" genannt (altertümliche Feder bzw. Urflügel). Obwohl man 1877 ein vollständiges Skelett fand, wurden viele Skelett-Teile erst in den 1970ern als rund 150 Jahrmillionen alte Bestandteile von Urvögeln identifiziert.
Die 1995 in China entdeckten Urvögel aus der Unterkreide waren bezüglich Krallenhand, Bauchrippen und Beckenbau dem Archäopterix verwandt. Doch zeigten manche Versteinerungen Federn und ein kräftiges Brustbein wie heutige (rezente) Vögel. Ferner einen Schnabel ohne Zähne und schwanzwärts nur mehr eine kurze Wirbelsäule. Als man 1998 einen befiederter Minisaurier (Caudipteryx) fand, war die Entwicklung der Vögel, ihrer Federn und teilweise auch des Vogelflugs fast geklärt.
Gegenwärtig gibt es etwa 9.000 Vogelarten mit ~35.000 Unterarten, die sich - je nach Details der Taxonomie - in 28 bis 32 Ordnungen eingliedern. Die Klassifikation zeigt allerdings sehr ungleich große Gruppen:
Ornithologie, Systematik der Vögel, Systematik_der_Dinosaurier; Biologische Systematik, Gefiederte Dinosaurier
Die Eigenschaften der Vögel
Nicht Fliegen, Eierlegen oder Schnabel ...
... sondern nur die Federn entscheiden!
Vom Archäopterix zu den heutigen Vögeln
Warmblütige Ur- und Wasservögel
Die Art aus dem späten Jura hatte noch Kiefer mit Zähnen, eine lange Schwanzwirbelsäule und frei bewegliche, beklallte Mittelhandknochen. Vermutlich war sie - wie mehrere artverwandte Saurier - auch schon warmblütig. In späteren Kreide-Formationen (mindestens 10 Mio.Jahre jünger) entdeckte man Wasservögel und andere Urvögel - doch lange keine "Verbindungsglieder" (missing Links) zu den Dinosauriern. Wie kamen die Vögel also phylogenetisch zu ihren Federn?Einige "vogelähnliche" Sauriergattungen
Die Longisquamata gehören möglicherweise nicht zu den Dinosauriern, haben aber federähnliche Hautfortsätze, was sonst nur bei Dinosauriern und Vögeln vorkommt.Heutige Vögel
Von den heutigen Arten gehören 55-60 Prozent zur "modernsten" Ordnung der "Sperlingsvögel" (Passeriformes), von denen wiederum die "Singvögel" (Oszines, Passeres) überwiegen.Siehe auch:
Weblinks