Vogelfluglinie

Die Vogelfluglinie ist eine 1961 eingeweihte Verkehrsverbindung von Hamburg nach Kopenhagen unter Einschluss einer Fährverbindung für Autoss und die Eisenbahn zwischen Puttgarden auf der Ostseeinsel Fehmarn und Rødby in Dänemark. Der Name rührt von der gleich verlaufenden Flugroute der Wildgänse von Skandinavien nach Süden über Dänemark und Fehmarn. Durch die Vogelfluglinie wurde eine kürzestmögliche Verbindung von Westeuropa und Mitteleuropa/Deutschland nach Skandinavien geschaffen, die bis heute für den Straßenverkehr eine große Bedeutung hat. Nach dem Bau einer festen Große-Belt-Querung in Dänemark fahren alle Güterzüge hingegen einen ca. 160 km langen Umweg, um die Fähre zu umgehen.

Im engeren Sinne wird die 10 Seemeilen lange Fährverbindung über den Fehmarnbelt als Vogelfluglinie bezeichnet. In 2003 beförderten die vier halbstündlich verkehrenden Doppelendfähren 6,4 Mill. Passagiere, 1,6 Mill. Pkw und 278 Tsd. Lkw zwischen Deutschland und Dänemark. Zur Zeit erwägt man, eine feste Querung des Fehmarnbelt als Brücke oder Tunnel zu bauen, wogegen es allerdings sowohl große Proteste unter der ortsansässigen Bevölkerung als auch Einwände von Fachleuten wegen mangelnder Rentabilität gibt.

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